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Wie KMU von Network Detection and Response profitieren

Fortgeschrittene Technologie gegen Cyberkriminalität, die seit Jahren in großen Unternehmen eingesetzt wird, rückt für kleinere Unternehmen in Reichweite

Eine Sache ist über die Jahre gleich geblieben: Jede größere Sicherheitsverletzung umfasst auch den Netzwerkverkehr



Von Thomas Krause, Regional Director DACH-NL bei ForeNova Technologies

Für kleine und mittelständische Unternehmen, die oft nur über begrenzte Budgets und Ressourcen verfügen, ist es eine Herausforderung, sich im derzeitigen Sturm der Cyberkriminalität zu schützen. Die Bedrohungen entwickeln sich schneller als die vorhandenen Cyber-Sicherheitslösungen, kleine IT-Abteilungen können nicht Schritt halten.

Ransomware-Angriffe sind allgegenwärtig, aber die Bedrohungslandschaft hört damit nicht auf: Advanced Persistent Threats, Insider-Bedrohungen und Angriffe auf die Lieferkette gehören zu den zahlreichen alltäglichen Gefahren. Die Angreifer nutzen die gleichen Spitzentechnologien wie Anbieter von Cybersicherheitslösungen, zum Beispiel künstliche Intelligenz (KI), Verschlüsselung und Schwachstellen-Scans. Sie profitieren von einem ausgereiften Schwarzmarkt für Malware und Ransomware als Dienstleistung. Sie profitieren von einer immer größer werdenden Angriffsfläche, die durch die rasche Einführung von Cloud-Lösungen, IoT und Identity Federation wächst. So erscheinen beispielsweise die jüngsten Angriffe auf die Lieferkette wie die auf Solarwinds und Kaseya für herkömmliche Sicherheitstools völlig legitim. IoT-Geräte, nicht verwaltete oder private Geräte und vergessene virtuelle Maschinen oder Container schaffen blinde Flecken in der Sicherheit.

Wenn kleine Unternehmen das Glück haben, über Sicherheitsanalysten zu verfügen, müssen diese Ressourcen mehrere Dashboards konsultieren, um eine komplexe Bedrohung oder einen Angriff zu erkennen und zu verstehen. Dies sind die typischen Sätze, die man von den Verantwortlichen für die IT-Sicherheit in kleineren Unternehmen hört: "Ich bin mir durchaus bewusst, dass wir blinde Flecken im Netzwerk und große Lücken in unserer Sicherheitsarchitektur haben. Wir sehen nur einen Teil des Netzwerks und der Geräte". Bei der Vielzahl von Sicherheitstools wissen sie kaum, wie sie die Prioritäten bei den Warnmeldungen setzen sollen: "Was soll ich zuerst angehen und was ignorieren?" Und wenn sie auf Bedrohungen reagieren, müssen sie sich manuell durch verschiedene Systeme und Protokolle wühlen, um zu einem sinnvollen Ergebnis zu kommen. "Es ist so ineffizient und dauert zu lange, die Ursache eines Sicherheitsvorfalls zu erforschen."

Aufspüren von Bedrohungen im Netzwerk

Eine Sache ist über die Jahre gleich geblieben: Jede größere Sicherheitsverletzung umfasst auch den Netzwerkverkehr. Wenn Hacker zum Beispiel Daten stehlen wollen, müssen sie ihre Beute an einen bestimmten Ort bringen. Jüngste Angriffe wie der "Sunburst"-Angriff auf die Lieferkette können nur erkannt werden, wenn man (a) erkennt, dass mit dem Netzwerkverkehr etwas nicht stimmt, und (b) sofort auf diese Aktivität reagieren und sie unterbinden kann.

Dies erfordert eine Erkennung und automatisierte Reaktion auf der Netzwerkebene, was heute nur sehr wenige Unternehmen, in der Regel Großunternehmen, implementiert haben. Gartner definiert Network Detection and Response (NDR) als Lösungen, die "in erster Linie nicht-signaturbasierte Techniken ... verwenden, um verdächtigen Datenverkehr in Unternehmensnetzwerken zu erkennen." Den Analysten zufolge "analysieren NDR-Tools kontinuierlich Rohdatenverkehr und/oder Aufzeichnungen von Datenströmen ..., um Modelle zu erstellen, die das normale Netzwerkverhalten widerspiegeln", und das System gibt Warnungen aus, "wenn es verdächtige Verkehrsmuster erkennt". Weitere Schlüsselfunktionen von NDR-Lösungen seien automatische oder manuelle Reaktionen (vgl. Gartner, "Market Guide for Network Detection and Response", veröffentlicht am 11. Juni 2020).

Mit anderen Worten: Eine NDR-Lösung identifiziert alle Assets im Netzwerk, darunter auch IoT-Geräte und nicht verwaltete Geräte. Sie analysiert die kompletten Netzwerk-Metadaten und den Netzwerkverkehr – sowohl den Ost/West- als auch den Nord/Süd-Verkehr (d. h. den internen Verkehr und den Verkehr, der die Netzwerkperimeter überschreitet). Mithilfe von Sensoren, die im Netzwerk platziert werden, überwacht es den Verkehr, verfolgt alle Netzwerk-Metadaten und integriert diese Daten mit Protokollen von anderen bestehenden Sicherheitslösungen wie Endpoint Security, EDR, Firewall, SIEM und SOAR-Lösungen. Da NDR mit Kopien dieser Daten arbeitet, sind keine Agenten oder andere Änderungen im Netzwerk erforderlich.

360-Grad-Sicht auf das Netzwerk

Als Ergebnis erhalten Unternehmen eine 360-Grad-Ansicht, um sich über externe oder interne Bedrohungen ein Bild zu machen. Sie sehen, wenn Daten ihr Netzwerk an einen verdächtigen Ort im Ausland verlassen. Sie bemerken, wenn ein PC auf bösartige Domänen oder URLs zugreift. Sie bemerken, wenn eine Malware verschlüsselte Kopien von Daten im Netz ablegt. Sie benachrichtigen Sicherheitsanalysten, wenn der Webserver der IP-Cam eine Schwachstelle aufweist. Und sie können viele dieser Bedrohungen mit automatischen Reaktionsmöglichkeiten sofort stoppen und entschärfen.

NDR ist nicht neu und hat bereits einige Wandlungen durchgemacht. Früher wurde es NTA (Network Traffic Analysis) oder NTSA (Network Traffic Security Analysis) genannt. Inzwischen ist der Ansatz gereift und verfügt über ein ausgefeilteres Response-Element. Dennoch ist es nach wie vor ein eher seltenes Tool, das heute fast ausschließlich in sehr großen Unternehmen eingesetzt wird. Warum ist das so?

Der entscheidende Punkt ist, dass diese großen Unternehmen genau wissen, was auf dem Spiel steht. Da sie sich des existenziellen Risikos, dem ihr Unternehmen ausgesetzt ist, und der endlosen Angriffsfläche bewusst sind, sind sie nicht nur bereit, jeden Preis für eine Lösung zu zahlen, die wirklich hilft. Sie stellen auch jegliche erforderliche Arbeitskraft zur Verfügung, um die Experten zu haben, die sie betreiben. Eine große Herausforderung besteht darin, dass NDR-Tools aufgrund der großen Datenmenge, die sie untersuchen, dazu neigen, viele False Positives zu liefern. Bisher brauchte man also ein beträchtliches Cybersicherheitsbudget, um ein Team zu finanzieren, das sich mit der Flut von Fehlalarmen befasst, wenn man von NDR profitieren wollte. Zudem waren nur große Unternehmen bereit und in der Lage, sich mit dieser Flut von Fehlalarmen zu befassen.

NDR für KMU handhabbar und erschwinglich machen

Die jüngsten Weiterentwicklungen machen NDR für kleinere Unternehmen besser handhabbar. Auf den Punkt gebracht, verändern die folgenden sieben NDR-Innovationen das Spiel:

• Künstliche Intelligenz: Traditionelle NDR-Tools haben viele Abweichungen vom modellierten Netzwerkverhalten festgestellt. Aber nicht alle davon stellten echte Gefahren dar. Vielmehr handelte es sich zum größten Teil um Fehlalarme. Man brauchte eine Menge Spezialisten, um sich um diese Fehlalarme zu kümmern. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz können moderne NDR-Tools jetzt für KMU arbeiten, indem sie die Warnungen auf die Ereignisse eingrenzen, auf die wirklich automatisch reagiert werden muss oder die von einem menschlichen Spezialisten untersucht werden müssen.

• Maschinelles Lernen: Das heutige maschinelle Lernen kann das normale Verhalten des Netzwerkverkehrs viel genauer modellieren als frühere Generationen. Verschiedene Lernalgorithmen identifizieren und korrelieren Hunderte von Faktoren in den Netzwerkdaten und führen zu viel granulareren Modellen.

• Stark visualisierte Benutzeroberfläche: Nichts spart den Sicherheitsanalysten mehr Zeit als eine übersichtliche und visualisierte Benutzeroberfläche. Sie können sich viel leichter einen Überblick verschaffen, was wichtig ist und was zu tun ist. Außerdem ist es für sie viel einfacher, dem Management zu erklären, was passiert ist, wenn sie klare, visualisierte Berichte erhalten.

• Automatische Erkennung aller Assets im Netzwerk: Blinde Flecken im Netzwerk sind die perfekte Eintrittspforte für Hacker und Malware. Man kann nicht schützen, was man nicht sieht. Mit Hilfe der automatischen Erkennung beseitigen moderne NDR-Tools blinde Flecken frühzeitig und geben Sicherheitsanalysten einen Echtzeit-Einblick in das Netzwerk.

• Integration mit Endpunktschutz, Firewall, SIEM, EDR und anderen Tools: Die Integration funktioniert auf zwei Arten. Einerseits hilft die Aggregation von Logfiles bestehender Sicherheitstechnologien bei der Modellierung des Normalzustands. Zum anderen kann sie die Reaktion beschleunigen. So können beispielsweise vordefinierte Playbooks eine sofortige Quarantäne für einen infizierten Endpunkt oder die Unterbrechung des ausgehenden Datenverkehrs an der Firewall automatisieren. Wenn Sie gehackt werden, ist die Zeit entscheidend, um die Auswirkungen abzumildern. Und die Integration mit anderen Sicherheitssystemen kann Zeit sparen.

• Automatisierte Untersuchung von Vorfällen und Korrelation von Ereignissen: Ein raffinierter Angriff besteht immer aus einer komplexen Angriffskette. Wenn in ihr System eingedrungen wurde oder etwas verdächtig erscheint, müssen Sicherheitsanalysten herausfinden, woher die Gefahr kommt, während die Uhr tickt. Mit modernen Korrelations-Engines können sie jedes Ereignis leicht bis zur Ursache zurückverfolgen und jede Schwachstelle oder Lücke schließen.

• Standardreaktionsmaßnahmen: Da die IT-Sicherheitsressourcen begrenzt sind, was bei fast allen kleinen und mittleren Unternehmen der Fall ist, müssen die Unternehmen die Reaktion auf Bedrohungen so weit wie möglich automatisieren. Die Verwendung vordefinierter Standardreaktionen, wie beispielsweise die Quarantäne infizierter Netzwerkressourcen, kann Angriffe nahezu in Echtzeit abwehren. NDR-Tools können Playbooks definieren, die mehrere Maßnahmen auf einmal auslösen, angefangen von E-Mails und SMS an Teammitglieder bis hin zum Zurücksetzen von Passwörtern und Aktualisieren von Firewall-Regeln.

Dank der jüngsten NDR-Entwicklungen sind nun viel mehr kleine Unternehmen in der Lage, die immer raffinierteren Bedrohungen auf ihrer wachsenden Angriffsfläche zu erkennen. NDR-Lösungen erfordern weniger Ressourcen, da sie zwischen echten Bedrohungen und Fehlalarmen unterscheiden, Maßnahmen priorisieren und die Beseitigung von Bedrohungen automatisieren. Es herrscht immer noch der perfekte Sturm da draußen, aber mit Hilfe von NDR sind KMU viel besser gerüstet, um sich zu behaupten.

(ForeNova Technologies: ra)

eingetragen: 20.10.21
Newsletterlauf: 10.12.21

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Meldungen: Grundlagen

IT-Sicherheit in der hybriden Arbeitswelt neu angehen

In den Zeiten des Homeoffice verbirgt sich hinter der Anmeldung auf ein System abends von einer ungewöhnlichen IP-Adresse nicht mehr unbedingt ein Angriff – sondern vielleicht der Mitarbeiter im Zweitwohnsitz. Hybrides, dezentrales Arbeiten verlangt aber nicht nur für das Bewerten von auffälligem Verhalten einen Lernprozess: Die IT-Sicherheit insgesamt muss sich neu aufstellen und die Probleme angehen, die sich aus dem Wechsel zwischen Büro und Heimarbeit ergeben. Aktuell akzeptieren Unternehmen hybrides, dezentrales Arbeiten immer mehr. Doch die Pandemie hat offengelegt, dass die meisten Organisationen technologisch auf diese veränderte Situation nicht vorbereitet waren. Die Folgen des schnellen Exodus ins Home-Office zeigen, dass nicht nur die Sicherheitsteams, sondern die gesamte IT vor immensen Aufgaben stehen. Denn der Wechsel auf ein hybrides, dezentrales Arbeiten verändert in Sachen IT-Abwehr viele bisher selbstverständlich geltende Konstanten und Erkenntnisse. Sämtliche Sicherheitsprozesse müssen an die neue hybride Welt angepasst werden.

Kryptowährung und Cyberkriminalität

Kryptowährung ist eine Art von Währung, die nur in digitaler Form verfügbar ist. Aufgrund ihrer dezentralen Natur und fehlender Regulierung ist sie zu einem bevorzugten Zahlungsmittel für Cyberkriminelle geworden. Traditionell wird sie für Erpressungs- und Ransomware-Angriffe verwendet, aber Hacker haben nun auch begonnen, sie für Spear-Phishing-, Impersonation- und Business-Email-Compromise-(BEC)-Angriffe einzusetzen. Der folgende Artikel beleuchtet das Vorgehen der Cyberkriminellen und erläutert Strategien zum Schutz. Da der Preis von Bitcoin tendenziell stark steigt und das öffentliche Interesse an Kryptowährungen zunimmt, nutzen auch Cyberkriminelle die sich daraus ergebenden Möglichkeiten, um ihre Gewinnaussichten zu steigern. Bei einer Barracuda-Analyse von Phishing-Impersonation- und BEC-Angriffe, die zwischen Oktober 2020 und Mai 2021 versendet wurden, zeigte sich, dass das Volumen von Angriffen im Zusammenhang mit Kryptowährungen eng mit dem wachsenden Preis von Bitcoin einhergeht. Der Preis von Bitcoin stieg zwischen Oktober 2020 und April 2021 um fast 400 Prozent. Die Impersonation-Angriffe nahmen im gleichen Zeitraum um 192 Prozent zu.

Die Angriffsroute von Cyberkriminellen

Cyberattacken werden mittlerweile selten von technisch hochversierten Angreifern durchgeführt. Traditionelle Hacking-Methoden wie das Decodieren von Verschlüsselungen oder das Infiltrieren von Firewalls gehören mehr und mehr zur Vergangenheit. Die Anatomie eines Cyberangriffs ändert sich: Kriminelle hacken sich nicht mehr ein; sie loggen sich einfach ein. Denn schwache, gestohlene oder anderweitig kompromittierte Anmeldedaten schaffen ein leichtes Einfallstor für böswillige Akteure, selbst wenn diese nur über geringe technische Fähigkeiten verfügen. Die jüngste Datenpanne bei Twitter, bei der Dutzende prominente User-Accounts gekapert wurden, ist ein gutes Beispiel, wie Cyberangriffe heutzutage durchgeführt werden. Laut Untersuchungen des Social-Media-Riesen nutzte ein 17-Jähriger aus Florida Social-Engineering-Techniken, um an die Zugangsdaten einer kleinen Anzahl von Twitter-Mitarbeitern zu gelangen. Der Angreifer war anschließend in der Lage, diese Logins zu missbrauchen, um Zugriff auf ein wichtiges internes System zu erhalten. Und Twitter ist nicht allein: Forrester schätzt, dass 80 Prozent der Sicherheitsverstöße mittlerweile auf kompromittierte Zugangsdaten zurückzuführen sind. Kapert ein Angreifer einen privilegierten Account, kann er sich damit weitreichend und lange unbemerkt im Netzwerk bewegen, um sensible Daten zu exfiltrieren oder Störungen zu verursachen.

Sicherheitsrisiko Geisterbüros

IT-Sicherheitsverantwortliche hatten in der Pandemie alle Hände voll zu tun, das Home Office sicher anzubinden. Aber auch in verlassenen Büros oder lange schon nicht mehr hochgefahrenen Arbeitsplatzrechner entstehen Risiken. Viele Angestellte wechselten zu Beginn der Pandemie fluchtartig ins Home Office – und sind dort bis heute geblieben. Sie ließen neben ihrem Schreibtisch IT-Anlagen und Netzwerke im Büro zurück. Die ungenutzten Gebäude kosten Geld und sind ein echtes Risiko. Konnte jemand während der Pandemie ein Schloss aufbrechen, eintreten und sich unbemerkt in das Unternehmensnetzwerk einklinken? Computer und andere Anlagen stehlen? Die Passwörter der Mitarbeiter auf Post-Its und in Notizbüchern neben ihren Computern ablesen? Welche anderen Gefahren gibt es? Und was sollten Sicherheitsprofis jetzt dagegen tun? Generell gibt es zwei Kategorien von möglichen Verwundbarkeiten, über die man bei längere Zeit ausgeschalteten Geräten nachdenken sollte. Erstens Probleme, die durch unbefugten Zugriff in die verwaisten Büros entstehen. Zweitens Probleme, die sich daraus ergeben, dass unter Umständen niemand Geräte über einen längeren Zeitraum verwaltet, gepatcht oder beaufsichtigt hat.

Problem: Vernetzte Geräte im industriellen Umfeld

Vernetzte Geräte für Endverbraucher und Industrie haben sich in rasantem Tempo weiterentwickelt. So rasant, dass die damit verbundenen Vorschriften nicht Schritt halten konnten. Gerätehersteller und Betreiber hinken den ständig neu aufkommenden und sich ebenfalls weiterentwickelnden Sicherheitsstandards und Vorschriften nicht selten hinterher. Das wiederum erschwert die Entwicklung neuer Technologien zusätzlich. Dazu kommt, dass die bestehenden Standards kompliziert sind und voneinander abweichen, je nachdem, in welchem Markt man sich bewegt. Wer also geografisch expandieren will oder in eine andere Branche, kann damit rechnen, dass die ohnehin schwierige Materie noch unübersichtlicher wird. An dieser Stelle wollen wir das Problem vernetzter Geräte im industriellen Umfeld skizzieren und ein Lösungsmodell anbieten.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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