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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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"Bad Rabbit" zeigt Verwundbarkeit der Netze


Ransomware-Attacke: Unternehmen sollten ihre Datenverbindungen nach Osteuropa beobachten
Neue Ransomware-Attacke erinnert stark an WannaCry und NotPety wieder steht Osteuropa im Fokus



Erneut sieht sich vor allem Osteuropa einer neuen Ransomware-Attacke gegenüber. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit vergleichbaren Angriffen (WannaCry, NotPetya) mahnt die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY Unternehmen und Institutionen auf der ganzen Welt zur Vorsicht und empfiehlt, umgehend Datenverbindungen ins Ausland intensiv zu beobachten. Insbesondere bei NotPetya hatte sich gezeigt, dass der zunächst lokale Angriff andernfalls schnell zu einem internationalen Problem werden kann. Auch in Deutschland waren international operierende Unternehmen aufgrund der Verflechtung Ihrer Datennetze von mehrtägigen Produktionsausfällen betroffen. Dies gilt es nun von Anfang an zu verhindern.

Bodo Meseke, EMEIA Leader Cyber-Investigations, mahnt, die Empfehlungen zur Cybersicherheit wirklich ernst zu nehmen. "Auch dieser Malware-Ausbruch war nur eine Frage der Zeit. Das System "Ransomware" funktioniert und wird auch in der Zukunft eines der Top-Angriffsszenarien bleiben. Unternehmen müssen daher endlich aufwachen und die richtigen Maßnahmen ergreifen.

Laut der aktuellen EY Datenklau-Studie sehen zwar stolze 97 Prozent der befragten Manager deutscher Unternehmen eine Verschärfung des Problems Cyberattacke, doch glauben auch rund 80 Prozent, dass sie vor solchen Angriffen ausreichend geschützt sind. "Viele Unternehmen wiegen sich in trügerischer Sicherheit", konstatiert Meseke. "Im vorliegenden Fall sind erste Unternehmen bekannt, die zuvor auch schon Opfer von NotPetya waren. Auch diese dürften sich nach den Maßnahmen, die sie nach der letzten Attacke getroffen haben, sicher gefühlt haben."

Es bleibe festzustellen, dass es hundertprozentige Sicherheit weiterhin nicht gebe, so Meseke. Zudem werden die Abstände relevanter Cyberattacken immer kürzer, was viele Unternehmen überfordert. "Oft bleibt unbedacht, dass der gleiche Angriffsvektor auch für eine ganz andere Art von Angriff hätte genutzt werden können. So hätte ein Angreifer sich unbemerkt Zugang zu den Informationssystemen verschaffen können und in aller Ruhe sensible, personenbezogene Daten oder andere Geschäftsinformationen manipulieren oder stehlen können", betont Meseke. Er erwartet, dass aber auch Ransomware künftig weiter in den Fokus rücken wird. "Mit Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordung am 25. Mai 2018, wird es eine Meldepflicht für Vorfälle geben, bei denen personenbezogene Daten nachhaltig betroffen sind, und es drohen empfindliche Strafen nicht nur bei Datenklau, sondern auch Manipulation oder Löschung". Entsprechend sollten Unternehmen auch jetzt den Sachverhalt ausführlich analysieren, ggf. unter Zuhilfenahme von Fachleuten für Digital Forensics & Incident Response, um aus den Fehlern hoffentlich anderer zu lernen.

Der Kryptotrojaner Bad Rabbit
Die Analyse der aktuellen Schadsoftware dauert noch an, bislang ist jedoch davon auszugehen, dass diese NotPetya stark ähnelt. Der Großteil der betroffenen Rechner steht nach derzeitigem Kenntnisstand in Russland, gefolgt von der Ukraine, der Türkei und Japan. Erste Meldungen sprechen auch von in Deutschland betroffenen Systemen. Derzeit ist davon auszugehen, dass es sich bei der Schadsoftware um Ransomware handelt, eine entsprechende Anzeige auf dem Bildschirm infizierter Systeme legt dies nahe. Besonderheit: Die Lösegeldforderung erhöht sich nach Ablauf eines Timers. Da die Analysen andauern, kann noch nicht gesagt werden, ob die Ransom-Funktionalität hier wirklich im Vordergrund steht, oder wie bei NotPetya nur als Tarnung eines primär destruktiven Angriffs dient.

"Wir empfehlen grundsätzlich nicht auf die Lösegeldforderung einzugehen, bietet man sich andernfalls doch als Opfer einer nächsten Angriffswelle geradezu an und fördert diese Art der Cyberattacke", sagt Meseke. Ziel müsse es sein, den Angriff schnell zu erkennen, schnell zu reagieren und so Schaden zu vermeiden oder zu minimieren."

Der aktuelle Angriff scheint sich primär gegen größere Infrastrukturen und Konzerne zu richten, daher gilt Mesekes Warnung insbesondere international agierenden Unternehmen mit entsprechenden Datenverbindungen. Die Schadsoftware, welche sich wohl als Update für den Adobe Flash Player tarnt, enthält ebenso wie die Vorläufer effiziente Routinen, um sich im infizierten Netzwerk weiter zu verbreiten.

Matthias Bandemer, GSA Cybersecurity Leader, bestätigt diese Einschätzung: "Die aktuelle Attacke beweist, dass Cyberkriminelle das Rad gar nicht immer neu erfinden müssen. Unternehmen wähnen sich in Sicherheit wenn eine Attacke an Ihnen vorübergeht und bereiten sich nicht auf die nächste Attacke vor, die leicht abgewandelt auch bei ihnen zu einem nicht unerheblichen Schaden führen kann. Erneut ruft EY jeden dazu auf, alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, um kritische Systeme und Daten zu schützen." (Ernst & Young: ra)

eingetragen: 05.11.17
Home & Newsletterlauf: 30.11.17


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Meldungen: Hintergrund

Das IT-Sicherheitskennzeichen ist kein Prüfsiegel

Ist mein Router wirklich sicher? Wie verhält es sich mit meinem E-Mail-Dienst? Viele Hersteller und Anbieter von IoT-Produkten geben vollmundige Versprechungen über die Sicherheit ihrer Dienste oder Produkte. Doch was dahintersteckt, können Verbraucherinnen und Verbraucher nicht immer nachvollziehen.

Offene hybride Kriegsführung

Die EMEA-Region meldete über 1,8 Millionen Angriffe im ersten Halbjahr 2022, ein Anstieg von neun Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021, so der neueste Netscout Threat Intelligence Report. Während Russland und die Ukraine die DDoS-Hauptangriffsziele waren, gab es in mehreren Ländern der Region ungewöhnliche Angriffsspitzen, die auf die Auswirkungen des Krieges zurückzuführen sind.

Benutzer ohne Schulung oft wehrlos gegen Angriffe

Im Jahr 2021 ist laut dem "Cyber Attack 2021 Mid Year Report" die Zahl der Ransomware-Angriffe um satte 93 Prozent gestiegen. Eine weltweit durchgeführte Umfrage aus dem Jahr 2022 ergab, dass bereits rund 46 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen mindestens einmal Opfer einer Cyber-Attacke geworden waren.

Umgang mit hochsensiblen Gesundheitsdaten

Gesundheits- und Mental-Health-Apps erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit. Während die einen mit Trainingseinheiten von Yoga, Pilates, Krafttraining bis hin zum Laufen zum allgemeinen Wohlbefinden und Fitness beitragen wollen, widmen sich Mental-Health-Apps der psychischen Gesundheit mit Ratschlägen zu einem gesunden Leben.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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