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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Schlüssel zu nachhaltiger Compliance


"Verizon Payment Security Report 2017" zeigt Zusammenhang zwischen Einhaltung von Sicherheitsstandards für Zahlungskarten und der Abwehrfähigkeit von Cyberangriffen
Der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) trägt zum Schutz von Zahlungssystemen gegen Datenverletzungen und Diebstahl von Karteninhaberdaten bei



Mit steigender Cyberkriminalität rückt die Sicherheit von Zahlungskarten bei Unternehmen und Kunden gleichermaßen in den Fokus. Der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) soll Unternehmen, die Kartenzahlungen akzeptieren, darin unterstützen, ihre Zahlungssysteme vor Datenverletzungen und damit vor dem Diebstahl von Kundendaten zu schützen. Die Ergebnisse des Verizon 2017 Payment Security Report (2017 PSR) lassen erkennen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Einhaltung der Sicherheitsstandards und der Fähigkeit der Unternehmen, Cyberangriffe abzuwehren.

Keines der Zahlungskarten-Unternehmen, bei denen Verizon Datenverletzungen untersucht hat, erfüllt zum Zeitpunkt des Vorfalls vollständig die Compliance-Vorgaben. Erfüllt wurden maximal zehn der zwölf Kernanforderungen des PCI DSS.

Lesen Sie zum Thema "Compliance" auch: Compliance-Magazin.de (www.compliancemagazin.de)

Insgesamt hat die PCI-Compliance bei global tätigen Unternehmen zugenommen; 55,4 Prozent der von Verizon untersuchten Organisationen bestanden 2016 ihre Interimsbewertung. Im Jahr 2015 hatten lediglich 48,4 Prozent diese Hürde genommen. Gleichzeitig heißt das aber auch, dass nahezu die Hälfte der Einzelhändler, Restaurants, Hotels und sonstigen Geschäfte, die Kartenzahlung akzeptieren, es nicht schafften, in der Jahresbetrachtung ihre Compliance aufrechtzuerhalten.

"Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen PCI-DSS-Compliance und der Fähigkeit einer Organisation, sich gegen Cyberangriffe zu verteidigen", erklärt Rodolphe Simonetti, Global Managing Director, Security Consulting bei Verizon. "Zwar beobachten wir eine Zunahme der PCI-Compliance, Tatsache bleibt aber, dass 40 Prozent der großen wie kleinen Firmen und Behörden, die wir weltweit analysiert haben, nach wie vor nicht die PCI-DSS-Compliance-Standards erfüllen. Und von denen, die bestanden haben, verliert fast die Hälfte innerhalb eines Jahres den Status wieder viele davon sogar schneller."

Compliance nach Branchen: Wesentliche Erkenntnisse und Beispiele
Dem Bericht zufolge erzielten von allen untersuchten Industrien die IT-Dienstleister die höchste Quote für vollständige Compliance. Weltweit erreichten 2016 etwa drei Fünftel (61,3 Prozent) der im Bereich IT-Services tätigen Unternehmen bei einer Interimsprüfung vollständige Compliance, dicht gefolgt von den Finanzdienstleistern mit 59,1 Prozent (darin eingeschlossen Versicherungsunternehmen). Der Einzelhandel schaffte 50 Prozent und das Hotel- und Gaststättengewerbe brachte es auf 42,9 Prozent.

Weiterhin zeigt der 2017 PSR-Report die Compliance-Hürden der jeweiligen Branchen auf:

>> Einzelhandel:
Sicherheits-Tests, verschlüsselte Datenübertragung und Authentifizierung
>> Hotels und Gaststätten sowie Reisen: Stärkung der Sicherheit, Schutz von Daten bei der Übertragung sowie physische Sicherheit
>> Finanzdienstleistungen: Sicherheitsprozeduren, sichere Konfigurationen, Schutz von Daten bei der Übertragung, Schwachstellen-Management sowie übergreifendes Risikomanagement.

Der Bericht hebt Situationen mit Beispielen aus der Praxis hervor, bei denen Compliance-Kontrollvorgaben nicht befolgt wurden. Ein Finanzdienstleister suchte eine Ausnahme für die WLAN-Anforderungen des PCI DSS und erfuhr zu seiner Überraschung, dass es in seinem Gebäude überhaupt kein WLAN-Netzwerk gab. Folglich fiel das Unternehmen durch die Prüfung. Des Rätsels Lösung: Da sich der Serverraum im Keller, die IT-Abteilung jedoch im dritten Stock befand, musste der IT-Administrator ständig Treppen steigen. Also hatte er einfach einen Router installiert, mit dem er von seinem Schreibtisch aus auf die Server zugreifen konnte.

Der Schlüssel zu nachhaltiger Compliance: Kontrolllücken beachten

Ein Blick auf die PCI-Kontrollmechanismen, die in Unternehmen eigentlich vorhanden sein sollten (etwa Sicherheits-Checks, Penetrationstests usw.), offenbart dem Report zufolge, dass es eine zunehmend größere Kontrolllücke gibt, mit anderen Worten: zahlreiche dieser grundlegenden Dinge waren schlicht nicht vorhanden. 2015 fehlten bei Unternehmen, die bei der Interimsprüfung durchfielen, durchschnittlich 12,4 Prozent der Kontrollen; 2016 sind es 13 Prozent.

Simonetti weiter: "Die Frage lautet nicht mehr, ob Daten geschützt werden müssen, sondern wie man nachhaltigen Datenschutz erreicht. Viele Unternehmen betrachten PCI-DSS-Kontrollvorgaben nach wie vor isoliert; ihnen ist nicht bewusst, dass sie im Zusammenhang gesehen werden müssen häufig fehlt ein Konzept für das Control-Lifecycle-Management. Dies ist meist auf einen Mangel an qualifizierten Fachkräften in der eigenen Organisation zurückzuführen. Nach unseren Erfahrungen stellt sich dies jedoch deutlich positiver dar, wenn Experten von außen eine Anleitung zum Lifecycle-Management geben."

Der 2017 PSR-Report benennt fünf wichtige Richtlinien, die bei einem Control-Lifecycle-Management helfen:

1. Vereinheitlichen erleichtert das Management
Immer mehr Sicherheitskontrollen zu implementieren, ist nicht immer eine Lösung. Der PCI-DSS-Standard enthält bereits zahlreiche Datenschutzstandards und -richtlinien. Organisationen sollten in der Lage sein, dies zur Konsolidierung von Kontrollen zu nutzen, damit diese insgesamt einfacher zu verwalten sind.

2. In die Entwicklung von Fachwissen investieren Es geht darum, dass Mitarbeiter Kompetenzen erlangen und weiterentwickeln, wie man die Effizienz vorhandener Kontrollen steigert, überwacht und misst.

3. Einen ausgewogenen Ansatz wählen Unternehmen müssen für ein internes Kontrollumfeld sorgen, das robust und belastbar ist, damit vermieden wird, dass die Kontrollen irgendwann die Compliance-Bedingungen nicht mehr erfüllen.

4. Automatisieren, was automatisiert werden kann Bei Datenschutz mit Workflows und Automatisierung zu arbeiten, kann sich als enormer Pluspunkt erweisen. Aber auch Automatisierungen müssen von Zeit zu Zeit überprüft werden.

5. Das interne Kontrollumfeld konzipieren, betreiben und verwalten Wie gut eine Kontrolle funktioniert, hängt direkt mit anderen vorhandenen Kontrollfunktionen zusammen. Wenn es auf der oberen Ebene ein Problem gibt, wirkt sich das auf die Performance der Kontrollen am unteren Ende aus. Dies gilt es zu bedenken, wenn man ein effektives und nachhaltiges Datenschutzprogramm aufstellen will.

Troy Leach, Chief Technology Officer für den PCI Security Standards Council, kommentiert: "Der Report heben die Herausforderungen von Organisationen hervor, um dauerhaft konsistente Sicherheitskontrollen zu etablieren, da sie sonst die Datenumgebungen der Karteninhaber gefährden würden. Dieser Trend war ein zentraler Treiber für die Änderungen am PCI Data Security Standard Version 3.2. Diese Änderungen helfen Organisationen dabei sicherzustellen, dass Sicherheitskontrollen für kritische Daten über das gesamte Jahr hinweg aktiv bleiben und dass sie effizient getestet werden als Teil des laufenden Sicherheits-Monitorings."

Über den Verizon Payment Security Report 2017
Beim 2017 PSR geht es nicht darum, die Leser von der Notwendigkeit der PCI-Compliance zu überzeugen, sondern vielmehr um die messbare Performance von PCI-Compliance. Der diesjährige Bericht fasst die Ergebnisse von PCI-Überprüfungen aus der Praxis zusammen, durchgeführt von einem Verizon-Team aus PCI Qualified Security Assessors bei Fortune-500-Unternehmen sowie bei großen multinationalen Konzernen in mehr als 30 Ländern.

Ähnlich wie bei der Verizon Berichtsreihe "Data Breach Investigations Report" basiert der 2017 PSR auf der Arbeit an echten Fällen mit Schwerpunkt Finanzdienstleistungen (47,5 Prozent), IT-Services (22,3 Prozent), Hotel- und Gaststättengewerbe (15,1 Prozent) und Einzelhandel (14,4 Prozent). Zu den erfassten Regionen gehören Nord- und Südamerika (42,4 Prozent), Europa (28,1 Prozent) sowie die Region Asien-Pazifik (29,5 Prozent).
(Verizon: ra)

eingetragen: 04.10.17
Home & Newsletterlauf: 30.10.17


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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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