Vertrauenswürdige Daten und effiziente DataOps

Unternehmen kämpfen mit Unmengen unbekannter und ungenutzter Daten

Studienergebnisse: Datenqualität ist der Schlüssel zu Governance und Data Empowerment



Quest Software hat in Zusammenarbeit mit der Enterprise Strategy Group (ESG) den State of Data Governance and Empowerment Report 2022 veröffentlicht. Mit diesem jährlichen Bericht zeigt das Unternehmen die größten Herausforderungen und Innovationen in den Bereichen Data Governance, Datenmanagement und DataOps auf.

Der Bericht belegt, dass die Datenqualität die Datensicherheit als wichtigste Triebfeder für Data-Governance-Initiativen überholt hat. 41 Prozent der im Rahmen der Studie Befragten sind der Meinung, dass ihre Geschäftsentscheidungen im Wesentlichen von hochwertigen Daten abhängen, auf die sie sich verlassen können. Gleichzeitig geben jedoch 45 Prozent der IT-Führungskräfte an, dass die Datenqualität das größte Hindernis für den ROI (Return of Invest) im Bereich Data Governance darstellt. Obwohl sie die Bedeutung der Datenqualität anerkennen, haben sie Schwierigkeiten, die Qualität ihrer Daten zu verbessern. Dies geht einher mit der mangelnden Fähigkeit, die Daten in der Praxis strategisch bestmöglich zu nutzen.

"Business-Anwender auf allen technischen Ebenen genießen einen Vorteil, wenn sie umfassenden Einblick in ihre Daten haben, und diese kontrollieren und ihnen vertrauen können", sagt Patrick Nichols, CEO von Quest Software. "Vertrauenswürdige Daten und effiziente DataOps waren noch nie von so großer Bedeutung für den Erfolg oder Misserfolg von Geschäftszielen. Wenn Menschen keinen Zugang zu qualitativ hochwertigen Daten haben und ihnen das Vertrauen und die nötigen Kenntnisse zu deren Nutzung fehlt, ist es für sie praktisch unmöglich, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen."

Der Bericht zeigt jedoch auch, dass Führungskräfte nicht nur Schwierigkeiten dabei haben, ihre Daten sinnvoll zu nutzen, sondern auch, sie überhaupt zu finden und richtig zu verwenden. 42 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass mindestens die Hälfte ihrer Daten "Dark Data" sind – die zwar im Unternehmen gespeichert sind, aber weder genutzt noch verwaltet werden bzw. überhaupt auffindbar sind. Die wachsende Menge von Dark Data und die mangelnde Datentransparenz führen häufig zu nachgelagerten Engpässen, die die Genauigkeit und effektive Nutzung von Unternehmensdaten beeinträchtigen.

"Unternehmen können Daten nicht nutzen, geschweige denn zum Nutzen ihrer Organisation optimieren, wenn sie sie nicht sehen können", so Nichols. "IT-Führungskräfte müssen den Umgang mit Daten zu ihrer obersten Priorität machen und ihr Unternehmen in die Lage versetzen, Business Intelligence zu nutzen und eine einzig gültige Quelle für ihre Daten zu schaffen, um in der heutigen, von Daten abhängigen Welt erfolgreich zu sein."

Obwohl die Herausforderungen der Datentransparenz und -erfassbarkeit von Branche zu Branche unterschiedlich sind, wurde DataOps mit überwältigender Mehrheit als die wichtigste Lösung zur Förderung der Datenkompetenz benannt. Neun von zehn Befragten stimmten der Aussage zu, dass die Stärkung der DataOps-Fähigkeiten die Datenqualität sowie die Sichtbarkeit ihrem Unternehmen verbessert und die Zugriffsprobleme reduziert. Die besten Chancen, die Genauigkeit und Effizienz von DataOps zu verbessern, liegen in der Investition in automatisierte Technologien und dem Einsatz von zeitsparenden Tools wie Metadatenmanagement. Derzeit bezeichnen nur 37 Prozent der Befragten ihre DataOps-Prozesse als automatisiert, und ein ähnlich geringer Anteil gibt an, dass die Datenkatalogisierung und das Mapping bereits automatisiert seien (36 Prozent bzw. 35 Prozent).

"Die Unternehmen sind heute nahezu gezwungen, ihre Strategien datengesteuert und evidenzbasiert zu gestalten, stehen aber immer noch vor erheblichen Hürden, die ihre Mitarbeiter daran hindern, Daten in jede Entscheidung miteinzubeziehen", so Mike Leone, Senior Analyst der Enterprise Strategy Group. "Unternehmen, die in den Aufbau einer Data-First-Kultur investieren – angetrieben durch Automatisierung in DataOps-Prozessen, qualitativ hochwertige Daten, ganzheitliche Governance und unternehmensweite Zugänglichkeit –, um den Geschäftserfolg voranzutreiben, werden hier im Vorteil sein."

Methodik

Die ESG führte eine Befragung unter 220 Geschäfts- und IT-Fachleuten durch, die für Strategien, Investitionen und Abläufe im Bereich Data Governance und Empowerment in ihren Unternehmen verantwortlich zeichnen und/oder damit vertraut sind. Alle in der Studie vertretenen Unternehmen haben mehr als 1.000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Dollar. Zu den wichtigsten Aspekten des Projekts gehörten:

>> Verstehen, wie Unternehmen Data Governance definieren, übernehmen und priorisieren.

>> Identifizierung der Treiber und Herausforderungen bei der Implementierung von Data Governance in den wichtigsten Aspekten des Datenlebenszyklus und der Integration von Datentechnologie.

>> Bereitstellung von Jahresvergleichen/Daten zu grundlegenden Data-Governance-Funktionen und -Trends (2021 versus 2022).

>> Untersuchung der Akzeptanz und Wirksamkeit von DataOps und ihrer Beziehung zu den Data-Governance-Bemühungen von Unternehmen.

(Quest: ra)

eingetragen: 24.08.22
Newsletterlauf: 14.11.22

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Meldungen: Studien

Trend von Präsenzschulungen

Bei Security Awareness Trainings setzt die Hälfte der Unternehmen in Deutschland auf Präsenztermine für ihre Mitarbeitenden. Das belegt die repräsentative Studie "Cybersicherheit in Zahlen" von der G Data CyberDefense AG, Statista und brand eins.

"Chef, wie hältst du es mit der Cybersicherheit"

Sophos veröffentlicht einen neuen, aktuellen Teil ihrer großangelegten Management-Studie "Chef, wie hältst du es mit der Cybersicherheit" für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die nun veröffentlichten Zahlen aus diesem Jahr beleuchten unter anderem, wie C-Level-Managements in den drei Ländern den Einfluss der Cybersicherheit im eigenen Unternehmen auf Geschäftsbeziehungen bewerten.

Unterschiede in der globalen Bedrohungslandschaft

Im Jahr 2023 blockierten die Sicherheitslösungen von Kaspersky in Deutschland auf 18,3 Prozent der industriellen Computer schädliche Objekte; dies entspricht einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr (15,1 Prozent). Den Großteil der Bedrohungen machten Internet-Ressourcen auf Denylisten (5,8 Prozent), schädliche Skripte und Phishing-Seiten (6,1 Prozent) sowie schädliche Dokumente (1,5 Prozent) aus.

Zunahme des Online- und Mobile Banking setzt sich fort

In Deutschland gibt es Online-Banking nun seit fast 30 Jahren. Wie bei den meisten Technologien dauerte es auch hier eine ganze Weile, bis sich das Verfahren in der breiteren Bevölkerung etablieren konnte. Inzwischen nutzt es aber in Deutschland, wie eine repräsentative Umfrage des Bankenverbandes zeigt, der Großteil der erwachsenen Bevölkerung. Auch das Sicherheitsempfinden der Nutzerinnen und Nutzer hat sich weiterhin positiv entwickelt.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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