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Potential von KI im Gesundheitswesen


Wenn es darum geht, die Kontrolle über gewisse Lebensbereiche aus Vorsorgegründen abzugeben, sind deutsche Verbraucher noch vorsichtig
61 Prozent der Deutschen würden OP durch menschlichen Chirurgen anstatt Roboter vorziehen



Laut einer aktuellen Umfrage von VMware ziehen 61 Prozent der Deutschen einen menschlichen Chirurgen einem Roboter vor, selbst wenn es den anschließenden Heilungsprozess beschleunigen würde. Betrachtet man alltäglichere Szenarien, sind die Deutschen neuen Technologien im Gesundheitssektor jedoch nicht abgeneigt. So stehen der Beobachtung von Vitalwerten von Krankenhauspatienten durch digitale Armbänder 65 Prozent der Befragten positiv gegenüber.

Auch den Einsatz von neuen Technologien, um älteren Familienangehörigen die Möglichkeit zu geben, so lange wie möglich in ihrem Zuhause zu bleiben, befürwortet die Mehrheit der Befragten (68 Prozent). Inwieweit vertrauen deutsche Verbraucher neuen Technologien wie Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge (IoT) oder Blockchain, wenn es um ihre Gesundheit geht? Dieser Frage geht die im Herbst 2018 unter 2.000 deutschen Verbrauchern durchgeführte Studie von VMware auf den Grund.

Potential ja Kontrollverlust nein
Wenn es darum geht, die Kontrolle über gewisse Lebensbereiche aus Vorsorgegründen abzugeben, sind deutsche Verbraucher noch vorsichtig. Zwar glaubt bereits etwa jeder dritte Deutsche (32 Prozent), dass KI zu einer Verbesserung von medizinischer Versorgung und Behandlungen beitragen und somit die Lebenszeit der Menschen verlängern wird. Die Kontrolle über die eigene Ernährung abgeben wollen jedoch nur 20 Prozent, auch wenn sie dadurch einen gesundheitlichen Vorteil erlangen oder schneller abnehmen könnten.

Hier ist auch ein großer Unterschied in den Altersgruppen zu erkennen: Junge Befragte zwischen 18 und 24 sind mit 40 Prozent deutlich eher bereit, die Kontrolle über ihre Ernährung abzugeben, wenn sie daraus einen Nutzen ziehen können, als Menschen über 55 Jahren (14 Prozent). Die Abneigung der Kontrollabgabe könnte auch von einem generellen Gefühl des Kontrollverlusts durch Technologie stammen. So gaben 39 Prozent der befragten Verbraucher an, dass sie das Gefühl haben, zunehmend die Kontrolle zu verlieren, je mehr die neuen Technologien ihr Leben durchdringen.

Zurückhaltung bei der Weitergabe persönlicher Daten
Ähnlich verhält es sich bei dem Thema Datenweitergabe. 42 Prozent aller Befragten fühlen sich nicht wohl dabei, exakte Daten über ihre alltäglichen Verhaltensweisen in Bezug auf Ernährung, Sport und Lifestyle an ihren Arzt zu übermitteln, damit dieser präziser beraten und behandeln kann. Diese Ablehnung steht möglicherweise in Zusammenhang mit der Tatsache, dass 63 Prozent der Verbraucher angeben, immer noch nicht zu wissen, wer Zugriff auf ihre persönlichen Daten hat und wozu sie genutzt werden.

Aufklärungsbedarf bei neuen Technologien
Damit einhergehend besteht in Deutschland nach wie vor ein großer Aufklärungsbedarf im Bereich der neuen Technologien: 45 Prozent der deutschen Verbraucher halten KI für einen Roboter anstatt eines intelligenten Supercomputers, der eigenständige Entscheidungen treffen sowie lernen und dadurch neue Dienstleistungen und Erfahrungen schaffen kann.

Dieses Missverständnis ist damit zu erklären, dass 42 Prozent der Befragten zugeben, zu wenig über Technologien wie KI, IoT und Blockchain zu wissen. Dies offenbart sich auch im Bereich der Wearables: 11 Prozent der befragten deutschen Verbraucher geben an, bereits Wearables, wie beispielsweise FitBit-Armbänder zu nutzen, die dabei helfen, auf einen gesunden Lebensstil zu achten. Über die Funktionsweise herrscht allerdings Unsicherheit: Nicht einmal die Hälfte der Verbraucher (42 Prozent) ist sich darüber im Klaren, dass Wearables Technologien wie KI oder IoT nutzen.

"Neue Technologien wie IoT oder Künstliche Intelligenz bieten großes Potential für den Gesundheitssektor und werden in den nächsten Jahren stärker Einzug halten", so Carsten Kramschneider, Teamleiter Healthcare & Education bei VMware. "Gerade KI ist hier auf dem Vormarsch: In den USA gibt es bereits innovative Projekte, in deren Rahmen Künstliche Intelligenz Chirurgen per Sprachsteuerung während der Operationen unterstützt. So können die Ärzte nicht nur von ihrem eigenen Erfahrungsschatz profitieren, sondern auch von der stetig lernenden KI. Diese analysiert Verletzungen und Krankheiten und gibt anschließend Hinweise, auf was bei dem entsprechenden Krankheitsbild noch geachtet werden muss. Um diese Möglichkeiten voll auszuschöpfen, müssen Gesundheitseinrichtungen die Verbraucher mit einbeziehen und für Vertrauen und Transparenz sorgen. Jeder sollte wissen, wie und wo Technologien eingesetzt und Daten gespeichert und genutzt werden."

Über die Umfrage
Im Rahmen der im Herbst 2018 durchgeführten Studie wurden repräsentative Stichproben von Verbrauchern in Großbritannien (2.000+), Frankreich (1.000+) und Deutschland (2.000+) befragt.
(VMware: ra)

eingetragen: 30.01.19
Newsletterlauf: 26.02.19

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Meldungen: Studien

Herausforderung Cybersecurity & Datenschutz

Kaseya hat ihren IT Operations Report 2021 veröffentlicht. Dabei wurden zwischen April und Mai 2021 weltweit fast 1.000 IT-Experten zu ihren Prioritäten und Herausforderungen befragt. Die wichtigsten Ergebnisse: Die drei top Prioritäten für IT-Experten sind die Verbesserung der IT-Sicherheit, Cloud-Migration und Automatisierung, um die eigene IT-Produktivität zu steigern. Die drei größten Herausforderungen sind Cybersicherheit und Datenschutz, der Mangel an IT-Budgets und -Ressourcen sowie Altsysteme, die Wachstum und Innovation behindern.

2030 findet jeder fünfte Betrug im virtuellen Raum statt

Während der Corona-Pandemie stieg die Anzahl der Betrugsfälle sowohl im privaten als auch im gewerblichen Versicherungsbereich. "In Krisenzeiten nehmen Betrugsversuche deutlich zu. Seit Beginn der Pandemie sehen wir einen Anstieg von rund zehn Prozent", erklärt Jochen Haug, Schaden-Vorstand der Allianz Versicherungs-AG. Während die Meldungen dubioser Raub- oder Einbruchdiebstahlschäden rückläufig sind, verzeichnete die Allianz bei gewerblichen Leitungswasserschäden eine Zunahme von rund 25 Prozent. Ein Beispiel ist durch Wasser zerstörte Saisonware, die aufgrund der Corona-Beschränkungen in den Läden nicht verkauft werden konnte. Auch in der Kfz-Versicherung wurde ein Anstieg der Betrugsversuche von rund zehn Prozent und in der Allgemeinen Haftpflicht von rund 20 Prozent festgestellt.

Management komplexer IT-Landschaften & Sicherheitsrisiken

IT-Asset-Daten entwickeln sich für Unternehmen mehr und mehr zur Grundvoraussetzung für sicheres und effektives Management von hybriden IT-Estates. Zu diesem Ergebnis kommt der 2021 State of IT Visibility Report von Flexera. Die Umfrage unter mehr als 300 IT-Verantwortlichen wirft einen Blick auf aktuelle IT-Asset-Management (ITAM)-Strategien und liefert Zahlen zu End-of-Life (EOL)-Anwendungen und Software Vulnerabilities. Die rasante Evolution der Unternehmens-IT in den letzten eineinhalb Jahren hat zu einer hybriden Infrastruktur aus Cloud und On-Premise geführt, der es an Transparenz und Kontrolle fehlt. Die Herausforderungen sind gewachsen – insbesondere was das Management komplexer IT-Landschaften und damit verbundener Sicherheitsrisiken angeht. Daher überrascht es nicht, dass rund 50 Prozent der befragten Unternehmen Schwachstellen in ihren IT-Assets als derzeit größte Sorge betrachten. Dahinter folgen Software Sprawl, also die unkontrollierte Verbreitung und Nutzung von Anwendungen (23 Prozent), und das Produktlebenszyklus-Management (13 Prozent), einschließlich EOL-Management. Die Mehrheit der IT-Verantwortlichen (71 Prozent) investiert bereits in Tools zur Normalisierung und Konsolidierung von IT-Asset-Daten – mit mäßigem Erfolg. In über der Hälfte der Unternehmen (56 Prozent) sind weniger als 50 Prozent der Bestandsdaten bereits normalisiert, keine Einschätzung möglich oder noch keine Prozesse implementiert. Und obwohl der Großteil der Befragten nach eigenen Angaben einen umfassenden Einblick in die IT besitzt, scheint sich diese Transparenz vor allem auf On-Premise Hardware (74 Prozent) und Software (68 Prozent) zu beschränken. Bei SaaS- und Cloud-Instanzen sinkt die Sichtbarkeit auf 41 Prozent bzw. 46 Prozent.

Cybersecurity-Risiken nicht ignorieren

Yubico veröffentlichte die Ergebnisse einer umfassenden Studie zur Anpassungsfähigkeit an die IT-Sicherheitserfordernisse in einer Zeit des weltweiten hybriden Arbeitens. Untersucht wurde, wie gut die Unternehmenssicherheit im Homeoffice beachtet wird und wie es um entsprechende Schulungen und Support für die Mitarbeiter bestellt ist. Für die Studie wurden 3.006 Mitarbeiter, Firmeninhaber und C-Level-Führungskräfte in großen Unternehmen (250+ Mitarbeiter) in Großbritannien, Frankreich und Deutschland befragt, die zu irgendeinem Zeitpunkt von zu Hause aus gearbeitet und dabei firmeneigene Geräte verwendet hatten. Die Ergebnisse der Studie bieten Einblick in die Nutzung dienstlicher Geräte für private Zwecke, Passwort-Sharing, das Merken dienstlicher Passwörter, den Einsatz von Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und andere Sicherheitsaspekte. Zugleich demonstrieren die Resultate, wie die Unternehmen auf die aktuelle Situation reagieren. Die Daten machen deutlich, dass die Nutzer seit Beginn der Pandemie nur mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen auf dienstlichen Geräten getroffen haben. Dabei erwiesen sich die Firmeninhaber und C-Level-Führungskräfte als die größten Missetäter. Gleichzeitig versäumen es die Unternehmen, die Best Practices für Cybersicherheit zu implementieren, die für Umgebungen außerhalb von Bürostandorten erforderlich sind. Weniger als ein Viertel der Befragten geben an, seit Beginn der Pandemie überhaupt 2FA implementiert zu haben. Und selbst wer es getan hat, verwendet häufig weniger sichere und weniger benutzerfreundliche Formen von 2FA wie mobile Authentifizierungs-Apps und Einmal-Passcodes per SMS.

Malware-Infektionen auf Windows-Geräten

Im Rahmen der neuen Studie wurden NordLocker in Zusammenarbeit mit unabhängigen Forschern statistische Daten von weltweit insgesamt 3,25 Millionen mit einem Trojaner infizierten Windows-Computern analysiert. Die kürzlich entdeckte Datenbank beinhaltet 1,2 Terabyte gestohlener Informationen, einschließlich Milliarden persönlicher Informationen wie Passwörter, Cookies und Dateien aus den Jahren 2018 bis 2020. Ungefähr 22 Prozent der gestohlenen Cookies waren an dem Tag des Funds noch gültig. "Diese Malware ist nur die Spitze des Eisbergs, da viele unwissende Menschen jeden Tag mit tausenden verschiedenen Typen von Malware konfrontiert werden. Die neusten Statistiken zeigten im Jahr 2020 über 111 Millionen Malware-Infektionen auf Windows-Geräten”, sagt Oliver Noble, Datenschutzexperte bei NordLocker. "Unsere Studie beschäftigt sich mehr mit der Malware, um zu zeigen, wie Hacker agieren und was Computerviren anrichten können." Um die alarmierenden Ergebnisse zu veranschaulichen, haben die Forscher gestohlene entpersonalisierte Daten mit den NordLocker Analytikern geteilt. Die Analysten haben die wertvollsten Daten dann in vier Kategorien unterteilt: Anmeldedaten, Cookies, Dateien und Softwaredaten.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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