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Der Aufstieg der Ryuk-Ransomware

Maßnahmen gegen den hochentwickelten Erpressungstrojaner

Ryuk ist eine hochentwickelte Art von Ransomware, die gegen Organisationen auf der ganzen Welt eingesetzt wird, um sie aus ihren Computernetzen und Dateien auszusperren, bis das geforderte Lösegeld bezahlt wird



Von Tim Bandos, Chief Information Security Officer bei Digital Guardian

Die Ryuk Ransomware hat unter Cyberkriminellen massiv an Popularität gewonnen. Die Zahl der entdeckten Angriffe stieg von nur 5.123 im 3. Quartal 2019 auf über 67 Millionen im 3. Quartal 2020, so das Ergebnis einer Sicherheitsstudie von SonicWall. Dies entspricht etwa einem Drittel aller Ransomware-Angriffe, die in diesem Quartal durchgeführt wurden. Die explosionsartige Zunahme von Ryuk hat zudem dazu geführt, dass die Gesamtzahl der im 3. Quartal 2020 gemeldeten Ransomware-Angriffe im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2019 um 40 Prozent gestiegen ist.

Ryuk ist eine hochentwickelte Art von Ransomware, die gegen Organisationen auf der ganzen Welt eingesetzt wird, um sie aus ihren Computernetzen und Dateien auszusperren, bis das geforderte Lösegeld bezahlt wird. Ryuk verschlüsselt alle Zieldateien mit einer starken, auf AES-256 basierenden Verschlüsselung, mit Ausnahme der Dateien mit den Erweiterungen dll, lnk, hrmlog, ini und exe.

Ryuk überspringt auch Dateien, die in den Verzeichnissen Windows System32, Chrome, Mozilla, Internet Explorer und Papierkorb gespeichert sind. Dieses Ausschlussverfahren soll vermutlich die Systemstabilität erhalten und Opfern den Zugriff auf einen Browser ermöglichen, um Lösegeldzahlungen zu leisten. Wie viele Ransomware versucht auch Ryuk, Datenträger-Schattenkopien zu löschen, um zu verhindern, dass die Opfer ihre Daten mit alternativen Mitteln wiederherstellen können.

Nach erfolgreicher Infektion der Zielsysteme, stellen die Täter Lösegeldforderungen in Höhe der geschätzten Zahlungskraft der Opfer. Nach Angaben von Forschern beträgt das durchschnittlich eingenommene Lösegeld etwa 750.000 Dollar (gezahlt in Bitcoin). Die bisher höchste bekannte Zahlung wird jedoch auf 34 Millionen Dollar geschätzt, die von einem unbekannten Unternehmen im Austausch für den Decryption Key übermittelt wurden.

Die russische Gruppe, die hinter den Angriffen steckt, ist dafür bekannt, dass sie hocheffektive manuelle Hacking-Techniken und Open-Source-Tools einsetzt, um sich seitlich in kompromittierten Netzwerken zu bewegen. Dies hilft den Cyberkriminellen, Zugang zu möglichst vielen Verwaltungsbereichen zu erhalten und ihre Spuren zu löschen oder zu verwischen, bevor sie die Ransomware zur Detonation bringen, was verheerende Folgen hat.

Welche Ziele Cyberkriminelle ins Visier nehmen

Cyberkriminelle nehmen mit Ryuk ein breites Spektrum von Sektoren ins Visier. Eines der Ziele sind Einrichtungen im Gesundheitswesen, von denen viele besonders gefährdet sind. Denn Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen verfügen häufig über eine Fülle veralteter Netzwerkinfrastrukturen, die nur unzureichend vor solchen Cyberangriffen geschützt sind.

In den letzten Monaten haben Angriffe auf Krankenhäuser auf der ganzen Welt zu Störungen geführt. Im September 2020 legte ein Angriff Computersysteme im Universitätsklinikum Düsseldorf lahm und führte dazu, dass eine Patientin starb, da sie, statt in die nahegelegene Klinik, in ein weiter entferntes Krankenhaus gebracht werden musste. Es wird angenommen, dass Ryuk auch hinter dem jüngsten Ransomware-Angriff auf die Universal Health Services (UHS) steckt, die etwa 400 Krankenhäuser und Pflegezentren in den USA und in Großbritannien betreibt, und die Attacke damit einen der größten Cyberangriffe im Healthcare-Bereich in der Geschichte der USA darstellt.

Was Organisationen tun können, um sich wirksam zu schützen

Die Cybersicherheitsindustrie hat bereits zahlreiche Schritte unternommen, um Organisationen dabei zu helfen, sich gegen den Aufstieg von Ryuk zu verteidigen. So haben viele Anbieter von Advanced Threat Protection (ATP) kostenlose Policy Packs herausgebracht, mit denen Kunden ihre bestehenden Sicherheits-Tools und -lösungen aktualisieren können, um schnell verdächtige Netzwerkaktivitäten zu erkennen, die auf einen potenziellen Angriff durch Ryuk hinweisen. Hierzu gehören die Erkennung der massenhaften Bearbeitung von Dateien mit bekannten Ryuk-Ransomware-Erweiterungen, die Löschung von Volume-Schattenkopien und Versuche, eine Verbindung zu einer bekannten Command-and-Control-Infrastruktur herzustellen, die mit der Ransomware-Kampagne in Verbindung steht. Weiterhin können Organisationen die folgenden grundlegenden Schritte durchführen, um ihre Cybersicherheitsabwehr gegen Bedrohungen wie Ryuk zu stärken:

● >> Regelmäßige Datensicherungen: Die Durchführung regelmäßiger Sicherungen aller wichtigen Organisationsdaten ist eine der besten Möglichkeiten, die Störungen von Arbeitsabläufen im Falle eines erfolgreichen Angriffs zu minimieren. Die sichere Aufbewahrung dieser Backups außerhalb des Hauptnetzwerks verhindert, dass sie als Teil eines Angriffs gelöscht oder verschlüsselt werden.

● >> Sicherheits-Patches auf dem neuesten Stand halten: Wie bereits erwähnt, sind die Anbieter von Cybersicherheitsdiensten bereits gut über Ryuk informiert, und die große Mehrheit hat ihre Produkte und Lösungen aktualisiert, um Ryuks Signaturen zu erkennen. Diese Aktualisierungen treten jedoch erst dann in Kraft, wenn Kunden die neuesten Sicherheits-Patches in ihren Netzwerken installieren. Daher ist es entscheidend, dass solche Patches installiert werden, sobald sie veröffentlicht werden.

● >> Mitarbeiter über Cybersicherheit aufklären: Selbst fortschrittliche Cyber-Bedrohungen verlassen sich noch immer häufig auf die grundlegendsten Angriffsmethoden wie Phishing-E-Mails und Social-Engineering-Taktiken. Daher sollten in regelmäßigen Schulungen eine Aufklärung der Mitarbeiter durchgeführt werden, wie sie diese Angriffe erkennen können.

Ryuk stellt eine starke Bedrohung für Organisationen auf der ganzen Welt dar, insbesondere für Einrichtungen im Gesundheitswesen, von denen viele derzeit besonders anfällig sind. Daher ist es wichtig, dass Organisationen ihren bestehenden Schutz bewerten, Schwachstellen identifizieren und die richtigen Korrekturen umsetzen, um die Risiken dieser Angriffe zu minimieren. (Digital Guardian: ra)

eingetragen: 21.02.21
Newsletterlauf: 01.04.21

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Meldungen: Unternehmen

Schnelleres Schließen von Schwachstellen

Web Application Firewalls (WAFs) sind der beliebteste Schutzmechanismus zur Absicherung von Anwendungen in Behörden- und Unternehmensumgebungen. Aufgrund von mangelnder Sicherheitsexpertise und Zeitdruck fehlt es den meisten Anwendern jedoch noch an ausgereiften und umfassenden Prozessen zur Anwendungssicherheit. Um diese Sicherheitslücke zu schließen, bieten Rohde & Schwarz Cybersecurity und YesWeHack gemeinsam virtuelles Patching auf Basis von R&S Web Application Firewall an. Diese innovative Integration von Rohde & Schwarz Cybersecurity und YesWeHack ermöglicht ein schnelles, virtuelles Patching von Anwendungsschwachstellen. Die WAF blockiert die Ausnutzung einer Schwachstelle und reduziert so die Zeit, in der sensible Daten potenziellen Angriffen ausgesetzt sind. Entdeckt ein ethischer Hacker von YesWeHack eine Schwachstelle, erstellt er unverzüglich einen Schwachstellenbericht. Der Kunde kann dann einen virtuellen Patch anfordern und erhält diesen mit nur einem Klick. Der Prozess des virtuellen Patches ist schnell und einfach.

Upgrade auf die XDR-Technologie

Sophos hat ihre "Endpoint Detection and Response"-Lösung "Intercept X with DER" und ihre "Extended Detection and Response"-Lösung "XDR" in einer Lösung zusammengefasst. Kunden, die Sophos Security-Lösungen mit EDR im Einsatz haben, werden derzeit automatisch und als kostenlosen Service auf die deutlich umfangreichere XDR-Technologie umgestellt. Zudem wurde die Datenhistorie im "Sophos Data Lake"von sieben auf dreißig Tage erhöht. Kunden, die bereits Endpoint- oder Server-EDR nutzen, profitieren nun von zusätzlichen Erkennungs- und Reaktionsfunktionen. Erst kürzlich hat Sophos die Weiterentwicklung ihres EDR-Angebots, die Verfügbarkeit des Sophos Data Lake und die Einführung von Sophos Extended Detection and Response (XDR) mit Integrationen in die Firewall- und E-Mail-Produkte angekündigt. Diese neuen Funktionen ermöglichen es Kunden, historische und verdächtige Ereignisse zu untersuchen, selbst wenn ein Rechner offline ist. IT-Teams und Bedrohungsjäger reduzieren die Zeit für die Erkennung, indem sie das Gesamtbild aller Aktivitäten in ihrer Umgebung sehen und untersuchen können. Im Verdachtsfall gelingen die Untersuchungen einfacher und schneller, was die kritische Reaktionszeit insgesamt verkürzt.

Angreifbarkeit von Cloud-basierten Management-Plattformen

Die Industrial Cybersecurity Company Claroty hat Team82 gegründet: Der neue Forschungsbereich liefert Claroty-Kunden und Sicherheitsverantwortlichen von industriellen Netzwerken weltweit essenzielle Schwachstellen- und Bedrohungsforschung. Zudem hat Team82 einen neuen Bericht über kritische Schwachstellen in Cloud-basierten Management-Plattformen für industrielle Kontrollsysteme (ICS) veröffentlicht, der den Anstieg von ICS in der Cloud und die wachsende Notwendigkeit zur Absicherung von Cloud-Implementierungen in industriellen Umgebungen unterstreicht. Team82, vormals The Claroty Research Team, ist eine mehrfach preisgekrönte Forschungseinheit und zeichnet sich durch die schnelle Entwicklung von Signaturen für industrielle Bedrohungen, proprietäre Protokollanalysen und die Identifizierung von ICS-Schwachstellen aus. Das Team ist mit bislang 146 entdeckten und veröffentlichten Schwachstellen führend in diesem Bereich. Das Team verfügt über das branchenweit umfangreichste ICS-Testlabor und arbeitet eng mit führenden Anbietern von Industrieautomation zusammen, um die Sicherheit ihrer Produkte zu bewerten.

HQ Equita beteiligt sich an indevis

HQ Equita beteiligt sich mehrheitlich am IT-Security-Spezialistin indevis. Die beiden Gründer Wolfgang Kurz und Andreas Mayer bleiben signifikant investiert und in ihrer derzeitigen Rolle als Geschäftsführer aktiv. indevis-Kunden profitieren von der geplanten Erweiterung des Portfolios um neue Services, wie beispielsweise Managed Detection and Response (MDR). Gleichzeitig treibt das Unternehmen die anorganische Wachstumsstrategie voran und will so insbesondere die Präsenz in der DACH-Region weiter forcieren. indevis mit Sitz in München ist ein führender Managed Security Service Provider für Kunden aus dem gehobenen Mittelstand mit den Kernsektoren Gesundheitswesen, Kanzleien und Unternehmens­beratungen, Finanzdienstleister sowie die öffentliche Verwaltung im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen fokussiert sich seit der Gründung 1999 ausschließlich auf das Thema IT-Sicherheit und baut seit mehreren Jahren das Managed Security Service-Geschäft mit zweistelligen Wachstumsraten aus. indevis positioniert sich mit einem integrierten End-to-End Security-Angebot, um die vielfältigen Angriffsvektoren auf die IT-Infrastrukturen der Kunden ganzheitlich zu sichern. Gemeinsam mit HQ Equita hebt das Unternehmen seine Wachstumsstrategie auf die nächste Ebene, die weitere Expansion ist geplant.

Ransomware exemplarisch für Datensicherheit

Varonis Systems wächst weiter und konnte ihren Umsatz auch im zweiten Quartal deutlich steigern. Einer der Treiber ist dabei Ransomware, die jedoch nur stellvertretend und ein prominentes Beispiel für die Datensicherheit insgesamt ist. "Seit unserer Gründung weisen wir darauf hin, dass der Schutz des Perimeters und der Endpunkte wichtig, aber unzureichend ist. Perimeter sind schwer zu definieren und noch schwieriger zu überwachen. Endpunkte sind austauschbar und verlieren an Bedeutung, insbesondere da nur noch sehr wenige Daten auf diesen Geräten gespeichert werden", erklärt Michael Scheffler, Country Manager DACH von Varonis Systems. "Wenn Angreifer den Perimeter überwinden, beispielsweise durch einen Phishing-Angriff, sind wir im Gegensatz zu den meisten anderen Lösungen in der Lage, die Daten unserer Kunden vor Ransomware, Exfiltration und anderen Attacken zu schützen." Varonis überwacht die lokalen und Cloud-Datenspeicher und identifiziert auffälliges Verhalten sofort. Die Software ist in der Lage, die gesamte Verschlüsselung zu stoppen und erkennt, welche kritischen Daten wiederherstellt werden müssen. Ebenso erkennt Varonis Datenexfiltrationen, die bei der Double Extortion Ransomware einer Verschlüsselung vorausgehen, und kann Angriffe so schon frühzeitig identifizieren und Gegenmaßnahmen einleiten.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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