KI ist nicht die Killer-Applikation bei Threat Intelligence

Mit einer ausreichend großen und qualitativ hochwertigen Datenbasis ausgestattet steuert KI regelbasiertes Wissen und analytische Exaktheit für Threat-Intelligence-Services bei

Mi KI können in kurzer Zeit große Datenmengen analysiert, unbekannte Dateien mit Threat-Intelligence-Plattformen abgeglichen und so Malware entdeckt und auffällige Verhaltensmuster mit bestehenden Regelkatalogen überprüft werden



An der Nutzung von Künstlicher Intelligenz führt auch beim Thema Cyber-Security kein Weg mehr vorbei. Intelligente Algorithmen helfen, Bedrohungen besser und schneller zu erkennen. NTT Ltd., ein weltweit führender Technologie-Dienstleister, erklärt, welche Vorteile KI-basierte Systeme bei Threat Intelligence bieten und wo ihre Grenzen liegen. Cyber-Angriffe sind in den letzten Jahren immer ausgefeilter, effektiver und schneller geworden. Um sich zur Wehr zu setzen, müssen Unternehmen in der Lage sein, nahezu in Echtzeit auf aggressive Attacken reagieren zu können. Im Kampf gegen Cyber-Kriminelle spielen deshalb KI-Disziplinen wie Machine Learning, Supervised beziehungsweise Unsupervised Learning, Decision Trees oder Deep Learning eine entscheidene Rolle. KI alleine ist allerdings nicht das Wundermittel in der Abwehr von Hackern und Co., betont NTT.

Diese Punkte zeichnen eine gute Threat Intelligence aus:

>> Mit Hilfe von KI können in kurzer Zeit große Datenmengen analysiert, unbekannte Dateien mit Threat-Intelligence-Plattformen abgeglichen und so Malware entdeckt und auffällige Verhaltensmuster mit bestehenden Regelkatalogen überprüft werden. Dadurch lassen sich potenzielle Eindringlinge im System ausfindig machen. Das passiert völlig automatisiert, verkürzt in der Folge die Response-Zeit und minimiert mögliche Schäden. Die meisten Unternehmen verfügen zwar über genügend Daten, etwa aus OT (Operational Technology)-Umgebungen oder IoT-Geräten, allerdings nicht über die nötige Menge an reich kodifizierten Trainingsdaten. Ein Security Operations Center (SOC) wie dasjenige von NTT Ltd. nutzt Bedrohungsdaten aus den unterschiedlichsten Quellen und ermöglicht daher tiefgehende Einblicke, die kein Einzelunternehmen mit vertretbarem Aufwand zusammenstellen oder analysieren könnte.

>> Eine entsprechend große und qualitativ hochwertige Datenbasis wird aber nicht nur für die Erkennung von Anomalien gebraucht, sie ist auch Voraussetzung dafür, dass sich die KI-Systeme kontinuierlich weiterentwickeln. Schlechte Datenqualität führt zu einer schwachen KI, einer unzureichenden Erkennungsrate und letztlich geringer Sicherheit. Wie gut ein KI-Algorithmus dabei ist, hängt ganz entscheidend von den Experten ab, die ihn "trainieren". Sie müssen ihre maschinellen Helfer mit den nötigen Informationen füttern und Sicherheitsrichtlinien erstellen, die sie basierend auf möglichen Vorfällen oder den Ergebnissen ihrer eigenen Schwachstellensuche weiter verfeinern können. Bei dem sogenannten Supervised Learning "lehrt" der Analyst dem Algorithmus, welche Schlussfolgerungen er ziehen sollte.

>> Wirklich schlagkräftig und nebenwirkungsfrei arbeitet KI nur im Team mit menschlicher Intelligenz. Die Kombination aus kontinuierlich lernenden Algorithmen und gut ausgebildeten Experten ermöglicht es, neue Bedrohungen fast in Echtzeit zu erkennen und darauf zu reagieren. Neben der Beschleunigung der Reaktionszeit ist ein weiterer Vorteil die Genauigkeit in der Erkennung: Anstatt sich in Unmengen von Warnmeldungen zu verzetteln, die sich oft als Fehlalarme erweisen, können Unternehmen ihre Ressourcen auf die Risikominimierung und strategische Maßnahmen konzentrieren. Zwar können KI-Lösungen Informationen in Nanosekunden verarbeiten und wertvolle Vorschläge daraus ableiten, aber nicht jede Information ist wirklich relevant. Die Systeme benötigen daher den Input von den Analysten, um den Kontext eines Sicherheitsvorfalls zu verstehen.

"Mit einer ausreichend großen und qualitativ hochwertigen Datenbasis ausgestattet steuert KI regelbasiertes Wissen und analytische Exaktheit für Threat-Intelligence-Services bei. Trotzdem geht es nicht ohne menschliche Intelligenz. Angesichts des Fachkräftemangels gerade in den Bereichen KI- und Security-Spezialisten sind Unternehmen im Kampf gegen Cyber-Kriminelle auf die Expertise von SOCs angewiesen", erklärt Franck Braunstedter, European Practices Director Threat & Validation, Security Operation & Intelligence bei NTT Ltd.’s Security Division. (NTT Security Division: ra)

eingetragen: 06.10.20
Newsletterlauf: 14.01.21

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Meldungen: Unternehmen

Überwachungs- und Reaktionsfunktionen für Cybersicherheitsvorfälle

C2A Security und die Stefanini Group haben eine Zusammenarbeit angekündigt, um der Automobilindustrie eine robuste Cybersicherheitslösung anbieten zu können. Die Zusammenarbeit bietet Erstausrüstern und ihren Lieferanten sowohl Stefaninis fortschrittliche Security Operations Center (SOC)-Services als auch die Cybersicherheitslösung für den gesamten Fahrzeuglebenszyklus von C2A Security. So soll die Lücke zwischen Produktsicherheit und Sicherheitsüberwachung geschlossen werden.

ReliaQuest übernimmt Digital Shadows

ReliaQuest, US-Anbieterin im Bereich Security Operations und Cybersicherheit, gab die Vereinbarung zur Übernahme von Threat Intelligence-Expertin Digital Shadows für 160 Millionen US-Dollar bekannt. Die umfassende Expertise von ReliaQuest rund um Detection and Response für Cloud-, Netzwerk- und Endpunktumgebungen trifft damit auf das Know-how von Digital Shadows im Bereich Cyber Threat Intelligence (CTI) und Digital Risk Protection (DRP).

BSI und Samsung intensivieren Partnerschaft

Beim Thema sichere mobile Kommunikation (SMK) von Ministerien und Bundesbehörden arbeiten das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) und Samsung zukünftig Hand in Hand: Ein von Samsung entwickeltes Java Card Applet soll – in Kombination mit dem auf dem Galaxy Smartphone verbauten embedded Secure Element (eSE) – die bisher verwendete MicroSD-Karte ersetzen, die gegenwärtig für die Datenverschlüsselung und sichere Datenübertragung genutzt wurde.

Private Akademie für Cybersicherheit

Exclusive Networks hat sich mit führenden Vertretern der IT-Sicherheit zusammengetan, um weltweite Maßnahmen zu entwickeln, die geeignet sind, den Personalmangel im Bereich der Cybersicherheit zu reduzieren. Derzeit fehlen schätzungsweise 2,7 Millionen Fachkräfte.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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