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Künstliche Intelligenz in der Cyberabwehr

Microsoft stellt neue intelligente, plattformübergreifende Sicherheitsfunktionen vor

"Microsoft Defender Advanced Threat Protection" bietet Unternehmen eine einheitliche Plattform für die Prävention, Erkennung, automatische Untersuchung und Reaktion auf Angriffe



Microsoft kündigte neue Tools und Funktionen für mehr Cybersicherheit an: Microsoft Threat Protection ist ab sofort allgemein verfügbar. Neue Sicherheitsfunktionen für Azure Sentinel und Insider Risk Management in Microsoft 365 basieren auf künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen. Microsoft Defender Advanced Threat Protection (ATP) wird zukünftig auf weiteren Plattformen wie Linux verfügbar sein. Innovative Technologien wie künstliche Intelligenz und Cloud Computing ermöglichen neue automatisierte Prozesse in der Abwehr von Cyberangriffen.

Zur Weiterentwicklung ihrer Sicherheitslösungen nutzt Microsoft die Erkenntnisse von 3.500 Sicherheitsexpertinnen und -experten und trainiert KI-basierte Funktionen mit 8 Billionen Bedrohungssignalen täglich. Dadurch erkennen und beantworten die Sicherheitslösungen Risiken doppelt so schnell wie noch vor einem Jahr. 97 Prozent der Routineaufgaben können Microsofts Security-Anwendungen heute mit Hilfe von KI bereits automatisiert durchführen. (Microsoft: ra)

eingetragen: 20.03.20
Newsletterlauf: 12.05.20

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"Microsoft Threat Protection" führt alle Warnungen der gesamten Bedrohungslandschaft zusammen und ermöglicht Sicherheitsteams so eine korrelierte Sicht auf und Bearbeitung von Bedrohungen.

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Meldungen: Security Management

Kontrolle über das Zugriffsmanagement

CybelAngel gab bekannt, dass ihre Sicherheitsplattform ("Digital-Risk-Protection-Platform"), basierend auf den drei Grundpfeilern der Cybersicherheit "Fokus, Priorisierung und Wirkung", um neue Funktionen erweitert und verbessert wurde. CISOs und ihren Teams wird ermöglicht, mit diesen Features noch schneller auf Bedrohungen zu reagieren und laufend wichtige Daten über Gefährdungen zu sammeln. Die neue Plattform wurde entwickelt, um CISOs dabei zu unterstützen, ihre täglichen Herausforderungen zu meistern. So ist die Priorisierung ein entscheidendes Element in der Arbeit eines Sicherheitsteams, da es immer wissen muss, auf welche Aufgaben es seine sofortige Aufmerksamkeit zu lenken hat. Auf der Startseite werden deshalb die Ereignisse in der Reihenfolge ihrer Dringlichkeit angezeigt. Dazu gehört die Reaktion auf neue Vorfälle ebenso wie die Weiterverfolgung von Berichten, die zur Behebung von Problemen anstehen. Das System reduziert den Zeitaufwand für das manuelle Durchsuchen von Aufgaben um bis zu 50 Prozent. Das entlastet die Sicherheitsteams und ermöglicht es ihnen, den Fokus verstärkt auf den Schutz anderer Unternehmens-Assets zu legen.

Traditionellen Triage-Prozess automatisch erledigen

Exabeam kündigte "Exabeam Alert Triage" an, eine neue Cloud-native Anwendung, die Sicherheitsanalysten dabei unterstützt, die überwältigende Anzahl von Alarmen, die täglich von einer Vielzahl von Tools anderer Anbieter auf sie einprasseln, sicher zu bewältigen. Als neue integrierte Anwendung für alle Cloud-Kunden, die "Exabeam Advanced Analytics" und "Exabeam Case Manager" nutzen, reichert Alert Triage die Alarme mit Kontext an und präsentiert sie in einer einzigen Übersicht. So können Analysten schneller entscheiden, welche Alarme eskaliert oder gelöscht werden sollen. Es stellt außerdem sicher, dass Analysten keine kritischen Alarme übersehen, die eine Eskalation erfordern.

Bereitstellung von ACI Fabric-Apps beschleunigen

Mit der "Policy Change Automation" (PCA)-App für Cisco ACI setzt Tufin, der Pionier der richtlinien-zentrierten Cybersecurity, ab sofort neue Standards bei der Automatisierung von Sicherheitsrichtlinien in Software Defined Networking (SDN)-Umgebungen. Cisco Application Centric Infrastructure (Cisco ACI) ist eine beliebte SDN-Lösung, die Unternehmen viele Bereitstellungs- und Konfigurationsoptionen ermöglicht. Diese können jedoch komplexe Implementierungen nach sich ziehen, die den tagtäglichen Betrieb nachhaltig belasten. Automatisierungslösungen für ACI vermeiden zwar manuelle Fehler und machen Änderungsanfragen effizienter, müssen aber eine Vielzahl möglicher Implementierungen berücksichtigen und die richtigen ACI-Verträge und relevanten Firewall-Regeländerungen bereitstellen.

Analyse- und Automatisierungs-Engines

Exabeam hat ihr Produktportfolio mit zahlreichen neuen Funktionen ausgestattet. Mit den Funktionen hilft Exabeam Analysten im Security Operations Center (SOC) dabei, sämtliche Arbeitsprozesse hinsichtlich ihrer IT-Sicherheit zu verbessern. Als wichtigste neue Funktion bekommt Exabeams Security Management Platform erstmalig vorkonfigurierte Pakete für Threat Detection, Investigation & Response (TDIR) für drei ganz spezifische Bedrohungskategorien: Externe Bedrohungen, kompromittierte Insider und böswillige Insider. Diese neuen TDIR-Pakete adressieren kundenspezifische Herausforderungen an die IT-Security und vereinfachen so die Arbeitsabläufe deutlich. Sie bieten vorkonfigurierte Inhalte für Exabeams Analyse- und Automatisierungsengines in der Exabeam Security Management Platform. Die drei Pakete decken den kompletten Lebenszyklus von Security-Operations-Workflows ab, die vorgeschriebene Datenquellen, Erkennungsmodelle, Watchlists, Untersuchungschecklisten und Reaktions-Playbooks umfassen. Die neuen Pakete für Use Cases werden im zweiten Quartal 2021 verfügbar sein.

Cloud-Data-Protection-Gateway-Lösung

Am 16. Juli 2020 hat der Europäische Gerichtshof das Datenschutzabkommen Privacy Shield für ungültig erklärt. Die Entscheidung macht deutlich, dass europäische Daten in den USA und auch in vielen anderen nicht-europäischen Ländern vor dem Zugriff Dritter nicht sicher sind, wenn Gesetze vor Ort einen solchen Zugriff legitimieren. Was vielen nicht bewusst ist: Schon das Einloggen bei Diensten, deren Standort in den USA ist, kann zu einem Datenabfluss führen und dementsprechend juristische Konsequenzen mit sich bringen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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