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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Die Rückkehr der PBot-Malware


Angriffe auf Webanwendungen- und DDOS-Angriffe haben wieder zugenommen
Domain Generation Algorithms Der Zusammenhang zwischen Mirai-C2 und Angriffszielen



Angriffe auf Webanwendungen und DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) sind wieder auf dem Vormarsch. Das zeigen die neu veröffentlichten Daten im "State of the Internet"-Sicherheitsbericht für das 2. Quartal 2017 von Akamai Technologies, Inc. Konkret konnten die Experten von Akamai das erneute Auftreten der PBot-DDoS-Malware nachweisen. Diese Schadsoftware verursachte die größte DDoS-Attacke im vergangenen 2. Quartal.

Im Fall von PBot nutzten Cyberkriminelle einen Jahrzehnte alten PHP-Code, um den größten von Akamai gemessenen DDoS-Angriff des 2. Quartals 2017 zu erzielen. Den Angreifern gelang es dabei, ein kleines DDoS-Botnet zu erstellen, das einen DDoS-Angriff mit 75 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) durchführte. Obwohl das PBot-Botnet mit 400 Nodes relativ klein war, konnte es dennoch eine erhebliche Menge an Angriffs-Traffic generieren.

Bedrohung durch Domain Generation Algorithms
Eine weitere altbekannte Bedrohung ergab sich aus der Analyse des Enterprise Threat Research Teams von Akamai. Dieses untersuchte die Nutzung von Domain Generation Algorithms (DGA) in Command-and-Control-Malware-Infrastrukturen (C2). DGA trat zum ersten Mal 2008 im Zusammenhang mit dem Conficker-Wurm in Erscheinung und wird seit jeher häufig als Kommunikationstechnik für moderne Malwarebedrohungen verwendet.

Das Team fand heraus, dass infizierte Netzwerke 15 Mal höhere DNS-Abfrageraten als saubere Netzwerke generieren. Diese lassen sich durch die Abfrage der von der Malware zufällig generierten Domänen in den infizierten Netzwerken erklären. Da die meisten generierten Domänen nicht registriert waren, wurden durch die Abfrage aller Domänen eine Vielzahl von Ressourcen aufgewendet. Die Analyse von Verhaltensunterschieden zwischen infizierten und sauberen Netzwerken ist eine wichtige Methode, um Malwareaktivitäten zu erkennen.

Mirai trägt zur Kommerzialisierung von DDoS bei
Als das Mirai-Botnet im September des vergangenen Jahres entdeckt wurde, war Akamai eines der ersten Ziele. Die Unternehmensplattform war kontinuierlichen Angriffen des Mirai-Botnets ausgesetzt, konnte diese jedoch erfolgreich abwehren. Das Forschungsteam von Akamai hat sich die einzigartigen Einblicke in Mirai zunutze gemacht, um die verschiedenen Aspekte des Botnets zu studieren. Der Fokus im 2. Quartal lag dabei auf der C2-Infrastruktur.

Die Forschungsergebnisse von Akamai deuten stark darauf hin, dass Mirai, ebenso wie andere Botnets, nun zur Kommerzialisierung von DDoS beitragen. Während viele C2-Nodes dedizierte Angriffe gegen ausgewählte IPs durchführten, führten sogar noch mehr sogenannte "Pay-for-Play"-Attacken durch. Dabei griffen die C2-Nodes von Mirai IPs kurzzeitig an, wurden inaktiv und tauchten anschließend wieder auf, um andere Ziele zu attackieren.

"Angreifer suchen stets nach Schwachstellen in der Abwehr von Unternehmen. Je verbreiteter und effektiver die Schwachstelle, desto mehr Energie und Ressourcen investieren die Hacker darin", sagt Martin McKeay, Senior Security Advocate bei Akamai. "Ereignisse, wie das Mirai-Botnet, die Exploits von WannaCry und Petya, die stetige Zunahme von SQLi-Angriffen und die Rückkehr von PBot zeigen uns, dass Angreifer nicht immer nur neue Methoden ausprobieren, sondern auch gerne auf Altbewährtes zurückgreifen."

Das 2. Quartal 2017 in Zahlen:

>> Die Zahl der DDoS-Angriffe im 2. Quartal 2017
haben im Vergleich zum ersten Quartal um 28 Prozent zugenommen, nachdem die Zahlen über drei Quartale hinweg rückläufig waren.

>> Die DDoS-Attacken sind hartnäckiger als je zuvor. Durchschnittlich griffen sie Ziele 32 Mal im gesamten Quartal an. Ein Gaming-Unternehmen wurde allein 558 Mal angegriffen. Das entspricht durchschnittlich sechs Attacken pro Tag.

>> Mit einem globalen Gesamtanteil von 32 Prozent war Ägypten das Ursprungsland mit der höchsten Anzahl an eindeutigen IP-Adressen, die in häufigen DDoS-Angriffen verwendet wurden. Im letzten Quartal standen noch die USA an der Spitze und Ägypten war nicht einmal unter den Top 5 zu finden.

>> In diesem Quartal wurden weniger Geräte zur Durchführung von DDoS-Angriffen verwendet. Die Anzahl der in volumetrischen DDoS-Angriffen verwendeten IP-Adressen fiel von 595.000 um 98 Prozent auf 11.000.

>> Angriffe auf Webanwendungen nahmen im Quartalsvergleich um fünf Prozent und im Jahresvergleich um 28 Prozent zu.

>> Mehr als die Hälfte der Angriffe über Webanwendungen wurde im vergangenen Quartal mittels SQLi-Attacken getätigt. Zuvor waren es noch 44 Prozent. Das entspricht etwa 185 Millionen Warnungen im 2. Quartal.

Methodik
Der "State of the Internet"-Sicherheitsbericht für das 2. Quartal 2017 kombiniert Angriffsdaten aus der globalen Infrastruktur von Akamai und spiegelt die Forschung verschiedenster Teams im gesamten Unternehmen wider. Darüber hinaus bietet der Bericht Analysen zur aktuellen Cloudsicherheit und Bedrohungslandschaft sowie Einblicke zu Angriffstrends basierend auf den Daten der Akamai Intelligent Platform. Die am "State of the Internet"-Sicherheitsbericht beteiligten Personen sind Sicherheitsexperten aus den verschiedensten Abteilungen von Akamai. Hierzu zählen u. a. das Intelligence Response Team (SIRT), die Threat Research Unit sowie die Bereiche Information Security und Custom Analytics.
(Akamai Technologies: ra)

eingetragen: 04.10.17
Home & Newsletterlauf: 26.10.17


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Meldungen: Hintergrund

Nutzung von offenen VPN-Servern

Check Point Research, die Forschungsabteilung von Check Point Software Technologies, beobachtete unterschiedliche Gruppierungen, die über verschiedene Kanäle den Protestierenden und Regierungskritikern im Iran helfen, virtuelle Begrenzungen und Restriktionen zu umgehen. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören dabei das Durchsickern und der Verkauf von Daten, darunter Telefonnummern und E-Mails von Beamten, sowie Karten von sensiblen Orten.

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Ransomware, Malware, Phishing: Manche Weblinks führen zu bösartigen Zielen, auf denen Nutzer Opfer zahlreicher Bedrohungen werden können. Um solche Gefahren zu vermeiden ist es essenziell, neu beobachtete Domains (Newly Observed Domains, NODs) zu überprüfen.

Nachahmung von Arbeitskorrespondenz ist ein gängiger Trick

Nach einer Pause kehrt eine schädliche E-Mail-Kampagne zurück, die sich mit der gefährlichen Qbot-Malware gegen Unternehmen richtet. Kaspersky Lab hat eine neue Aktivitätswelle mit mehr als 1.500 betroffenen Nutzern seit dem 28. September 2022 identifiziert.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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