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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Spear Phishing-Mails an Arbeitnehmer


FireEye deckt Vorgehen und Techniken der iranischen Hackergruppe APT33 auf
Die Gruppe nahm die Energie- und Luftfahrtbranchen ins Visier



FireEye veröffentlichte Details zu einer neuen iranischen Hackergruppe mit potenziell zerstörerischen Fähigkeiten. FireEye bezeichnet die Gruppe mit dem Namen APT33 (APT = Advanced Persistent Threat). Die Analyse von FireEye zeigt, dass APT33 seit mindestens 2013 Cyberspionage betreibt und wahrscheinlich für die iranische Regierung arbeitet. Diese Informationen stammen aus aktuellen Untersuchungen von Mandiant und FireEye iSIGHT Threat Intelligence-Analysen. Folgende Informationen über die Aktivitäten, die Fähigkeiten und mögliche Beweggründe von APT33 wurden dabei aufgedeckt:

Zielauswahl
APT33 nahm branchenübergreifend Organisationen ins Visier, die ihren Hauptsitz in den Vereinigten Staaten, Saudi-Arabien und Südkorea haben. Die Gruppe zeigte besonderes Interesse an Luftfahrtunternehmen, die sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich tätig sind, sowie an Energieversorgungsunternehmen mit Verbindungen zur petrochemischen Produktion.

Von Mitte 2016 bis Anfang 2017 kompromittierte APT33 ein US-Luftfahrtunternehmen und nahm ein Geschäftskonglomerat mit Beteiligungen in der Luftfahrtbranche in Saudi-Arabien ins Visier. Innerhalb des gleichen Zeitraums zielte die Gruppe auch auf ein südkoreanisches Unternehmen ab, das in den Bereichen Erdölraffination und Petrochemie tätig ist. Im Mai 2017 hat APT33 mutmaßlich eine Organisation aus Saudi-Arabien sowie ein südkoreanisches Geschäftskonglomerat angegriffen. Dazu nutzte die Gruppe eine Schaddatei, um ihre Opfer mit freien Stellen einer saudischen Petrochemiefirma zu locken.

Die Analysten von FireEye sind der Meinung, dass das Abzielen auf saudische Organisationen der Versuch gewesen sein könnte, Erkenntnisse über regionale Rivalen zu erlangen. Die Angriffe auf südkoreanische Unternehmen könnten mit Südkoreas Partnerschaften mit der iranischen petrochemischen Industrie sowie Südkoreas Beziehungen zu saudischen Petrochemieunternehmen in Verbindung stehen. APT33 könnte diese Organisationen ins Visier genommen haben, um Irans Ausweitung der petrochemischen Produktion zu unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Region zu verbessern.

Spear Phishing
Die Gruppe verschickte Spear Phishing-Mails an Arbeitnehmer, deren Jobs in Zusammenhang mit der Luftfahrtindustrie stehen. Diese E-Mails enthielten als Köder Jobbeschreibungen und Links zu realen Stellenanzeigen auf populären Jobportalen aber auch Links zu schädlichen HTML-Dateien.

In einigen Fällen verwendeten Mitglieder von APT33 die Standardwerte des Phishing-Moduls des Tools ALFASHELL. Dies scheinen Fehler gewesen zu sein, denn wenige Minuten nachdem die E-Mails mit den Standardwerten verschickt wurden, schickte die Gruppe E-Mails an dieselben Empfänger, bei denen diese Standardwerte entfernt waren.

Domainmaskerade
APT33 registrierte verschiedene Domains, die als saudische Luftfahrtunternehmen und westliche Organisationen getarnt waren, die Partnerschaften für Training, Wartung und Betrieb für die saudischen Militär- und Handelsflotten unterhalten. Basierend auf den beobachteten Mustern nutzte APT33 diese Domains wahrscheinlich dafür, Opferorganisationen mit Spear Phishing-Mails anzugreifen.

Zusätzliche Hinweise unterstreichen Verbindung der Gruppe zum Iran
Die Wahl der Ziele von APT33 aus der Luftfahrt- und Energiebranche stimmt weitestgehend mit den nationalstaatlichen Interessen des Irans überein. Das impliziert, dass die Gruppe wahrscheinlich von der iranischen Regierung unterstützt wird. Außerdem operierte die Gruppe zu iranischen Arbeitszeiten und nutzte mehrere iranische Hacking-Tools und Namensserver. Das stützt die Einschätzung von FireEye, dass APT33 wahrscheinlich im Auftrag der iranischen Regierung gehandelt hat.

John Hultquist, Director of Cyber Espionage Analysis bei FireEye, ergänzt: "Der Iran hat wiederholt die Bereitschaft demonstriert, seine Cyberspionagefähigkeiten global einzusetzen. Der aggressive Einsatz dieses Instruments in Kombination mit der sich verändernden Geopolitik unterstreicht die Gefahr, die APT33 für staatliche und kommerzielle Interessen in Nahost und auf der ganzen Welt darstellt. Die nun erfolgte Identifizierung dieser Gruppe und ihrer zerstörerischen Fähigkeiten gibt Unternehmen die Möglichkeit, Bedrohungen proaktiv zu erkennen und mit ihnen umzugehen." (FireEye: ra)

eingetragen: 15.10.17
Home & Newsletterlauf: 10.11.17


FireEye: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Hintergrund

Nutzung von offenen VPN-Servern

Check Point Research, die Forschungsabteilung von Check Point Software Technologies, beobachtete unterschiedliche Gruppierungen, die über verschiedene Kanäle den Protestierenden und Regierungskritikern im Iran helfen, virtuelle Begrenzungen und Restriktionen zu umgehen. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören dabei das Durchsickern und der Verkauf von Daten, darunter Telefonnummern und E-Mails von Beamten, sowie Karten von sensiblen Orten.

Infektionskette beginnt mit einer Spear-Phishing-E-Mail

Agent Tesla, ein seit 2014 auf .NET-basierter Keylogger und Fernzugriffstrojaner (RAT), wird aktuell über einen im Dark Web verkauften Builder namens "Quantum Builder" verbreitet. Die Sicherheitsforscher des Zscaler-ThreatlabZ-Teams haben die aktuelle Kampagne untersucht und eine Weiterentwicklung festgestellt.

Automatisierte Prozesse machen NODs so gefährlich

Ransomware, Malware, Phishing: Manche Weblinks führen zu bösartigen Zielen, auf denen Nutzer Opfer zahlreicher Bedrohungen werden können. Um solche Gefahren zu vermeiden ist es essenziell, neu beobachtete Domains (Newly Observed Domains, NODs) zu überprüfen.

Nachahmung von Arbeitskorrespondenz ist ein gängiger Trick

Nach einer Pause kehrt eine schädliche E-Mail-Kampagne zurück, die sich mit der gefährlichen Qbot-Malware gegen Unternehmen richtet. Kaspersky Lab hat eine neue Aktivitätswelle mit mehr als 1.500 betroffenen Nutzern seit dem 28. September 2022 identifiziert.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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