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Adware größte mobile Bedrohung

Mobile Malware: Doppelt so viele als Erwachseneninhalte getarnte Angriffe in 2019

Cyberkriminelle nutzen FSK-18-Content zur Malware-Verbreitung und zum Diebstahl von Daten



Im vergangenen Jahr hat sich die Anzahl der über pornografische Inhalte angegriffenen mobilen Nutzer weltweit gegenüber dem Vorjahr 2018 verdoppelt – von 19.699 betroffenen Nutzern auf 42.973 im Jahr 2019. Die Kaspersky-Experten befürchten zudem einen weiteren Anstieg für das Jahr 2020, da der Konsum von Erwachseneninhalten während des Lockdowns global stark angestiegen ist. Wie der aktuelle Kaspersky-Report "Explicit Content and Cyberthreats" zeigt, setzen Cyberkriminelle zunehmend auf nicht-jugendfreie Inhalte, um Schadprogramme wie Trojaner vor allem auf mobile Geräte zu bringen – während ein leichter Rückgang bei angegriffenen PC-Nutzern zu verzeichnen ist. Am häufigsten waren Nutzer dabei von Adware und Trojanern betroffen.

Inhalte für Erwachsene sind, genau wie bei anderen Arten von Unterhaltung, eine der beliebtesten Methoden von Cyberkriminellen, um Nutzer anzugreifen – entweder um sie zum Download eines Schadprogramms zu verleiten oder über Phishing-Mails Daten der Opfer zu stehlen. Die Beliebtheit des Themas Sex im cyberkriminellen Milieu liegt an der Popularität der Inhalte bei den Nutzern.

Die Malware gelangt dabei unter anderem über Phishing-Seiten auf die Geräte der Opfer: Sobald ein Nutzer ein Video abspielt, erhält er eine Benachrichtigung über ein vermeintliches Video-Player-Update; bei dem heruntergeladenen Programm handelt es sich jedoch um Malware. Zudem sind – auch via Phishing –Zugangs- sowie Kontaktdaten im Visier der Cyberkriminellen.

Mobile: Besonders häufig Adware im Spiel

Die Analyse der mobilen Malware, die unter dem Deckmantel von Erwachseneninhalten verbreitet wurde, zeigt unterschiedliche Bedrohungsarten. Am häufigsten wurde Adware als Bedrohung identifiziert. 19 Prozent der im Zuge der Analyse identifizierten Malware blendete Nutzern unerwünschte Werbung ein oder wollte Nutzer auf unerwünschte Werbe-Webseiten weiterleiten. Die meisten Nutzer wurden dabei von AdWare.AndroidOS.Agent.f attackiert, der in der Regel über verschiedene Affiliate-Programme verbreitet wird und mit dem, indem das Opfer die Anwendung installiert, Geld verdient werden kann.

Weitere Bedrohungen waren Trojaner (14 Prozent), RiskTools (12 Prozent), SMS-Trojaner (7 Prozent) oder Banking-Trojaner (4 Prozent). In drei Prozent versteckte sich hinter dem vermeintlichen Erwachseneninhalt sogar eine Backdoor.

"Da Verbraucher immer mehr mobile Geräte nutzen, konzentrieren sich auch Cyberkriminelle zunehmend darauf", erklärt Dmitry Galov, Sicherheitsforscher bei Kaspersky. "Die Verbreitung von PC-Malware geht zwar leicht zurück, mobile Malware ist jedoch weiter auf dem Vormarsch. Obwohl wir nicht viele Änderungen bei den von Cyberkriminellen verwendeten Techniken festgestellt haben, zeigen unsere Analysen, dass Erwachseneninhalte als Thema eine ständige Quelle von Bedrohungen sind. Nutzer müssen sich dessen bewusst sein und Maßnahmen ergreifen, um wertvolle Daten wie Finanzinformationen und Kontozugänge zu schützen, die sie auf ihren Geräten aufbewahren. Außerdem darf man nicht ignorieren, wie diese Angriffe auch die Privatsphäre der Nutzer kompromittieren; Datenlecks sowie persönliche oder private Informationen werden im Darknet für wenig Geld verkauft. Cyberkriminelle können auf verschiedene geleakte Datenbanken zurückgreifen, so mehr über die Nutzer erfahren und dadurch fundiertere Entscheidungen über die Angriffsart treffen, wodurch sie eher zielgerichtet als zufällig sind – sie sind damit effektiver. Nutzer müssen ernsthafte Maßnahmen ergreifen, um sich besser als je zuvor zu schützen. Sie müssen fortschrittliche Sicherheitsmaßnahmen anwenden und sich über den Umgang mit ihren eigenen Daten im Internet und die Bewertung der Risiken, die ihre Exposition mit sich bringt, informieren."

Lukrative Account-Daten

Cyberkriminelle nutzen die Beliebtheit von FSK-18-Inhalten, um an Zugangsdaten für Premium- oder Social-Media-Accounts zu gelangen. Denn diese können sie gewinnbringend im Darknet verkaufen: die Preise für den Verkauf eines Kontos beginnen bei 0,50 US-Dollar; der Preis für einen Premium-Account bei Pornhub beläuft sich beispielweise auf 4,95 Euro.

An die Zugangsdaten für die Konten kommen Cyberkriminelle auf unterschiedliche Weise. Zum einen versuchen sie, Opfer dazu zu bringen, ihre Daten auf Phishing-Webseiten einzugeben und diese so abzugreifen. Zum anderen setzen sie auf sogenannten Credential Hunters. Dabei handelt es sich um Schadprogramme, die geöffnete Webseiten überwachen oder gefälschte erstellen, damit der Nutzer seine Anmeldedaten dort eingibt.

Kaspersky-Schutztipps

• >> Auf die Authentizität der Website achten, die URL sollte mit "https" beginnen. Nutzer sollten zudem beim Klick auf Links darauf achten, dass die URL und der Firmenname richtig geschrieben sind.

• >> Regelmäßig Software auf allen Geräten aktualisieren und Sicherheitsupdates installieren, sobald diese verfügbar sind.

• >> Inhalte nur aus legalen Quellen und keine raubkopierte Software herunterladen; auch dann nicht, wenn von einer legitimen Website auf eine dubiose Website weitergeleitet wurde.

• >> Die Installation von Programmen aus unbekannten Quellen in den Einstellungen des Smartphones blockieren und Apps nur aus offiziellen App Stores beziehen.

• >> Eine zuverlässige Sicherheitslösung] verwenden, um vor einer Vielzahl an Cyberbedrohungen geschützt zu sein.

(Kaspersky: ra)

eingetragen: 24.06.20
Newsletterlauf: 08.09.20

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Meldungen: Statistiken

Anteil des Finanz-Phishings stieg an

Im Jahr 2019 wurden weltweit 773.943 Nutzer von Kaspersky-Sicherheitslösungen von Banking-Trojanern angegriffen, im Vorjahr waren es noch 889.452. Ein Drittel (35,1 Prozent) dieser Angriffe betraf Nutzer in Unternehmen. Russland (33,6 Prozent) war im Jahr 2019 erneut das weltweit am häufigsten attackierte Land, gefolgt von Deutschland (7,4 Prozent) und China (3,3 Prozent). Diese Ergebnisse gehen aus dem aktuellen Kaspersky-Report "Financial Cyberthreats in 2019" hervor. Cyberkriminelle nutzen Banking-Trojaner, um Geld von ihren Opfern zu stehlen. Diese Art von Malware sucht nach Logindaten für Online-Bezahl- und -Banking-Systeme sowie Einmalkennwörter, um diese an die Angreifer zu übermitteln.

Bekannte Marken zu imitieren

Check Point Research hat ihren "Brand Phishing Report" für das 1. Quartal 2020 veröffentlicht. Der Bericht hebt die Marken hervor, die im ersten Quartal dieses Jahres am häufigsten von Cyber-Kriminellen bei ihren Versuchen, persönliche Daten oder Zahlungsnachweise zu stehlen, nachgeahmt wurden. Bei einem Brand-Phishing-Angriff versuchen Cyber-Kriminelle, die offizielle Website einer bekannten Marke zu imitieren, indem sie einen ähnlichen Domänenamen oder eine ähnliche URL und ein passendes Webseiten-Design verwenden. Der Link zur gefälschten Website kann über E-Mail oder SMS an die Zielpersonen gesendet werden, oder ein Benutzer kann während des Browsings umgeleitet werden, oder er kann von einer betrügerischen Handy-Anwendung in die Irre geführt werden. Die gefälschte Website enthält oft ein Eingabe-Formular, mit dem die Anmeldeinformationen, Zahlungsdetails oder andere persönliche Merkmale der Benutzer gestohlen werden sollen.

Fast 13 Millionen E-Mail-Bedrohungen verzeichnet

Trend Micro veröffentlichte ihren "Cloud App Security Report 2019". Der Bericht zeigt, wie sich E-Mail-Bedrohungen im vergangenen Jahr verändert haben. Zudem behandelt er den Einsatz von immer ausgefeilterer Malware sowie den potenziellen Missbrauch neuer Technologien im Bereich der künstlichen Intelligenz. Unternehmen sollen dadurch bei der Weiterentwicklung ihrer Sicherheitsstrategie unterstützt werden. Im Jahr 2019 blockierte der japanische Anbieter von Cyber-Sicherheitslösungen 12,7 Millionen hochriskante E-Mail-Bedrohungen für Kunden, die Cloud-basierte E-Mail-Dienste von Microsoft und Google nutzen. Die zweite Verteidigungsebene von Trend Micro fing Bedrohungen ab, die von den integrierten Sicherheitsfunktionen der Cloud-E-Mail-Dienste nicht erkannt wurden.

Mobile Adware-Angriffe verhindern

Avast hat festgestellt, dass Adware inzwischen den Großteil aller Android-Malware ausmacht. Statistiken, die Threat-Intelligence-Experten von Avast für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2019 erstellt haben, zeigen, dass Adware für 72 Prozent aller mobilen Malware verantwortlich ist. Die restlichen 28 Prozent setzen sich aus Banking-Trojanern, gefälschten Anwendungen, Ransomware und Downloadern zusammen. Die Erkenntnisse von Avast zeigen, dass vor allem Adware für Smartphone-Nutzer zunehmend zum Problem wird: Unter allen Android-Malware-Typen ist ihr Anteil allein im vergangenen Jahr um 38 Prozent gestiegen. Mobile Adware tarnt sich oft in Form von Spiel- und Unterhaltungsapplikationen sowie Apps, die im Trend liegen, da diese ein hohes Verbreitungspotenzial haben. Solche Apps mögen harmlos erscheinen, aber sobald sie ein Gerät infiziert haben, klicken sie heimlich auf die Werbung im Hintergrund. Manchmal zeigt Adware auch Werbung mit bösartigem Inhalt an.

Evasive Malware auf Rekordniveau

IT-Abteilungen sind derzeit stärker gefordert denn je. Immer mehr Mitarbeiter arbeiten von zuhause und so gilt es, den Spagat zwischen Sicherheit und Produktivität bestmöglich zu bewältigen. Um Kräfte im Wettlauf mit den Cybergefahren besser bündeln zu können, sollten sich IT-Administratoren daher gezielt mit der Bedrohungslage auseinandersetzen. Studien wie der jüngst veröffentlichte Internet Security Report des Netzwerksicherheitsspezialisten WatchGuard Technologies liefern in dem Zusammenhang wichtige Erkenntnisse und zeigen, worauf besonderes Augenmerk liegen sollte. So konnte im vierten Quartal 2019 beispielsweise ein massiver Anstieg sogenannter "Evasive Malware" festgestellt werden. Mehr als zwei Drittel des Gesamtvolumens an Malware wurden aufgrund ausgefeilter Tarnmöglichkeiten von klassischen, signaturbasierten Antivirenlösungen nicht erkannt. Vor diesem Hintergrund ist es Unternehmen jeder Art und Größe dringend angeraten, entsprechend nachzurüsten und auf moderne Antivirenlösungen umstellen, die in der Lage sind, auch solche Angriffe zu erkennen und zu blockieren.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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