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Mobile Adware-Angriffe verhindern

Adware auf dem Vormarsch: 72 Prozent aller mobilen Malware sorgt für unerwünschte Werbung

Der Anteil von Android-Malware ist im letzten Jahr um 38 Prozent gestiegen



Avast hat festgestellt, dass Adware inzwischen den Großteil aller Android-Malware ausmacht. Statistiken, die Threat-Intelligence-Experten von Avast für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2019 erstellt haben, zeigen, dass Adware für 72 Prozent aller mobilen Malware verantwortlich ist. Die restlichen 28 Prozent setzen sich aus Banking-Trojanern, gefälschten Anwendungen, Ransomware und Downloadern zusammen. Die Erkenntnisse von Avast zeigen, dass vor allem Adware für Smartphone-Nutzer zunehmend zum Problem wird: Unter allen Android-Malware-Typen ist ihr Anteil allein im vergangenen Jahr um 38 Prozent gestiegen.

Mobile Adware tarnt sich oft in Form von Spiel- und Unterhaltungsapplikationen sowie Apps, die im Trend liegen, da diese ein hohes Verbreitungspotenzial haben. Solche Apps mögen harmlos erscheinen, aber sobald sie ein Gerät infiziert haben, klicken sie heimlich auf die Werbung im Hintergrund. Manchmal zeigt Adware auch Werbung mit bösartigem Inhalt an.

Es gibt zwei verschiedene Hauptkategorien von Adware: Adware-Anwendungen und Werbebetrug/Ad-Klicker, eine bösartige Form von Adware:

Adware-Apps: Bei diesen handelt es sich oft um Spiele, Fotos oder andere Lifestyle-Anwendungen, die zunächst seriös erscheinen, den Anwendern jedoch Werbung anzeigen, sobald sie geöffnet werden. Sie sorgen in erster Linie für Ablenkung und Belästigung. Teilweise bespielt diese Form von Adware den Nutzer außerhalb der Anwendung mit Werbung, was es schwierig macht, die Ursache beziehungsweise deren Herkunft festzustellen.

Werbebetrug/Ad-Klicker: Heruntergeladene Anwendungen können ohne das Wissen des Nutzers Aktivitäten durchführen, beispielsweise eine verschlüsselte ".dex-Datei" herunterladen und entpacken, um heimlich auf Werbung zu klicken. Cyberkriminelle bekommen dafür viel Geld von Werbekunden. Gelegentlich schließen diese Kriminellen im Namen der Nutzer auch Premium-Abonnements ab. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Malware Joker.

"Niemand bekommt gerne ständig Werbung angezeigt. Sie ist unerwünscht und kann uns die Freude an einer App nehmen. Adware kann darüber hinaus auch zur Bedrohung für die Nutzer werden, wenn Cyberkriminelle sie als Hintertür zu deren Gerät benutzen – sei es, um Geld von Werbekunden zu verdienen oder um persönlichen Daten zu stehlen. Wir verfolgen dieses Thema seit einigen Jahren und beobachten eine stetige Zunahme von Mobile Adware, was wahrscheinlich durch die zunehmende Nutzung mobiler Geräte vorangetrieben wird", kommentiert Nikolaos Chrysaidos, Leiter des Bereichs Mobile Threat Intelligence & Security bei Avast, die Erkenntnisse.

Diese Tipps helfen Nutzern, mobile Adware-Angriffe zu verhindern:

>> Laden Sie Apps nur von offiziellen Webseiten oder aus offiziellen App-Stores wie Google Play herunter, da diese über Sicherheitsvorkehrungen verfügen und Apps überprüfen, bevor sie von Entwicklern hochgeladen werden können.

>> Lesen Sie die App-Bewertungen anderer Nutzer, um sich vor Fake-Apps zu schützen. Wenn eine App wenige Sterne und viele negative Kommentare hat, könnte etwas nicht stimmen.

>> Überprüfen Sie sorgfältig die Berechtigungen, die eine Anwendung erfordert, bevor Sie diese herunterladen. Wenn eine Anwendung den Zugriff auf Daten anfordert, die für die Funktionsweise nicht zwingend erforderlich sind, könnte es sich um Betrug handeln.

>> Überprüfen Sie Ihre Bank- und Kreditkartenauszüge genau, um nicht autorisierte Zahlungen zu identifizieren. Cyberkriminelle wählen meist kostengünstige Abonnements aus, die leicht zu übersehen sind.

(Avast: ra)

eingetragen: 27.03.20
Newsletterlauf: 25.06.20

Avast Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

Meldungen: Statistiken

Bisher größte DDoS-Erpressungskampagne

Akamai hat im ersten Quartal 2021 einen weiteren Anstieg von DDoS-Cyberattacken beobachtet. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen einige der bislang größten Cyberattacken abgewehrt, mehr Angriffe auf Kunden als je zuvor erlebt und die bisher größte DDoS-Erpressungskampagne beobachtet, die Tausende von Unternehmen auf der ganzen Welt betraf. Auch 2021 setzen Cyberkriminelle in der sehr aktiven Bedrohungslandschaft auf DDoS.

Zahl der Ransomware-Angriffe halbiert sich

Wie der gerade veröffentlichte Internet Security Report von WatchGuard Technologies für das vierte Quartal 2020 offenbart, ist die Gefahr, der sich Unternehmen aktuell gegenübersehen, immer weniger "greifbar". 2020 gab es insgesamt neunmal mehr Angriffe durch sogenannte "Fileless Malware" als noch im Vorjahr. Dieses einschlägige "Durch-die-Decke-gehen" der Statistik bedeutet nicht Gutes. Denn das Gefährliche an dieser dateilosen Malware-Variante ist die Tatsache, dass sie von klassischen Lösungen zum Schutz von Endpunkten, wie sie vielerorts noch ausschließlich im Einsatz sind, nicht erkannt wird. Dabei reicht es schon, wenn ein Anwender auf einen bösartigen Link klickt oder unwissentlich eine kompromittierte Website besucht. Mit gängigen Werkzeugen wie PowerSploit und CobaltStrike sind Cyberkriminelle in der Lage, auf einfache Weise bösartigen Code in andere laufende Prozesse einzuschleusen. Und selbst wenn die vorhandenen Verteidigungsmaßnahmen des Opfers das ursprüngliche Skript identifizieren und entfernen, arbeitet die Bedrohung weiter. Der Paralleleinsatz von modernen EDR-Lösungen (Endpoint Detection and Response) und vorausschauenden Anti-Malware-Komponenten kann hier Abhilfe schaffen, da sich fortschrittliche Angriffsmuster auf diese Weise leichter erkennen und ausbremsen lassen.

Ransomware 2.0: Siegeszug einer besonders fiesen Masche

Datendiebstahl durch Ransomware-Attacken, Malware zum Sammeln von Informationen und Angriffe auf Lieferketten gehören zu den kritischen Gefahren, die das neue "Attack Landscape Update” von F-Secure aufzeigt. Bei der Untersuchung der Cybercrime-Landschaft im zweiten Halbjahr 2020 stieß der finnische Cybersecurity-Spezialist auf einige dramatische Entwicklungen. Einer der bemerkenswertesten Trends ist die Weiterentwicklung der Ransomware, die Unternehmen den Zugriff auf ihre Daten unmöglich macht und sie damit erpresst. Im Jahr 2020 ist die Häufigkeit des Einsatzes dieser Schadsoftware förmlich explodiert. Da die Software auch den Diebstahl der Daten ermöglicht, bekommen die Angreifer einen großen Einfluss auf die Opfer. Wenn die Unternehmen die Zahlung eines Lösegeldes verweigern, drohen die Angreifer immer öfter mit der Veröffentlichung der gestohlenen Informationen und erhöhen so den Druck auf die Betroffenen.

Weltweiter Ransomware-Anstieg

Corona hat die globale Cyber-Kriminalität angesteckt, während sich andere Trends vergangener Jahre weiter verschärft haben. Das zeigt die Analyse der Cyberbedrohungslandschaft 2020 durch die Experten von Bitdefender. Neben dem weiter enormen Anstieg professionalisierter Ransomware zeigen andere Ergebnisse, wie flexibel Hacker auf neue Möglichkeiten und Angriffsflächen in Zeiten der Pandemie reagiert haben. Der Report beruht auf der Analyse von Daten aus dem Bitdefender Global Protective Network (GPN). Dieses Netz führt täglich viele Milliarden von Anfragen von Endpunkten durch und analysiert diese mit Machine-Learning-Algorithmen. So lassen sich verschiedene Gefahren und Angriffsmuster erkennen.

Botnets wirken als Katalysator für DDoS-Angriffe

Der aktuelle "DDoS Threat Intelligence Report" von A10 Networks zeigt, dass die Pandemie nicht nur weitreichende gesellschaftliche Folgen hatte, sondern auch immensen Einfluss auf die Bedrohungslage im digitalen Raum genommen hat. Insbesondere durch die stetig steigende Anzahl an DDoS-Angriffs-Tools und aufgrund der sich immer weiter ausbreitenden Botnets ist es Cyberkriminellen möglich, umfangreiche DDoS-Angriffe durchzuführen. Dadurch, dass zahlreiche Branchen, Dienstleister sowie das Bildungs- und Gesundheitswesen zu einer Verlagerung ihrer Tätigkeit in den digitalen Raum gezwungen wurden, standen Cyberkriminellen mehr Ziele als je zuvor zur Verfügung.


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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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