Schädlichen Cybersecurity-Angriff verhindern

Globaler "Phishing Report Q1 2022": Studie zeigt, dass E-Mails mit Feiertagsmotiven Mitarbeiter zum Klicken verleiten

Die am häufigsten vorkommenden Phishing-E-Mail-Betreffzeilen wurden aufgeschlüsselt und mit denen in den USA, in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) verglichen



KnowBe4 gibt die Ergebnisse ihres Berichts über die meistgeklickten Phishing-Angriffe im ersten Quartal 2022 bekannt. "In unserem jüngsten vierteljährlichen Phishing-Bericht haben wir festgestellt, dass E-Mails mit Feiertagsmotiven die Mitarbeiter am meisten zum Anklicken verleiten", sagt Stu Sjouwerman, CEO von KnowBe4. "Personalbezogene Nachrichten, beispielsweise eine Änderung des Zeitplans für die Feiertage, haben vermutlich deshalb das Interesse der Mitarbeiter geweckt, da diese nachsehen wollten, ob sie aufgrund der Feiertage einen zusätzlichen freien Tag oder einen verkürzten Arbeitsplan erhalten. Es ist wichtig, daran zu denken, dass Cyberkriminelle verschiedene Taktiken anwenden und für ihre Betrügereien beispielsweise die Emotionen der Menschen auszunutzen. Wachsamkeit und ein erhöhtes Misstrauen gegenüber E-Mails, die eine emotionale Reaktion auslösen, können einen schädlichen Cybersecurity-Angriff verhindern."

Weltweite E-Mails zu Feiertagen

>> HR: Änderung des Urlaubsplans

>> Jemand Besonderes hat Ihnen eine Valentinstags-E-Card geschickt!

>> St. Patrick’s Day: Mitarbeiterverhalten/Unternehmenspolitiken

>> Unser Geschenk zum Valentinstag an Sie

>> Starbucks: Happy Holidays! Ihr Getränk geht auf uns.

Top 10 E-Mail-Kategorien weltweit

>> Business

>> Onlineservices

>> Human Resources

>> IT

>> Coronavirus/COVID-19-Phishing

>> Banking and Finance

>> Phishing nach sensiblen Informationen

>> Mail-Benachrichtigungen

>> Social Networking

>> Aktuelle Events

Die am häufigsten vorkommenden Phishing-E-Mail-Betreffzeilen wurden aufgeschlüsselt und mit denen in den USA, in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) verglichen. Im ersten Quartal 2022 untersuchte KnowBe4 Zehntausende von E-Mail-Betreffzeilen aus simulierten Phishing-Tests. Das Unternehmen untersuchte auch "In-the-Wild"-E-Mail-Betreffzeilen, die tatsächliche E-Mails zeigen, die Benutzer erhalten und ihren IT-Abteilungen als verdächtig gemeldet haben. Die Ergebnisse sind unten aufgeführt.

Top Betreffzeilen für Phishing-E-Mails

USA

>> HR: Neue Anforderungen zur Verfolgung von Covid-19-Impfungen

>> Sofortige Passwortprüfung erforderlich

>> HR: Aktualisierung der Urlaubsregelung

>> HR: Wichtig! Änderungen der Kleiderordnung

>> Bestätigen Sie Ihre Beurteilung

EMEA

>> Autorisieren Sie ausstehende Transaktionen in Ihrem Wallet

>> HR: Anmeldung zur COVID-19-Studie

>> IT: Passwort-Richtlinie zum Jahresende

>> HR: Verhaltenskodex

>> Ihr Leistungskonto wurde aktualisiert

Die E-Mail-Betreffzeilen sind eine Kombination aus simulierten Phishing-Vorlagen, die von KnowBe4 für Kunden erstellt wurden, und benutzerdefinierten Tests, die von KnowBe4-Kunden entworfen wurden.

Übliche "In-the-Wild"-Angriffe:

>> IT: Software-Update

>> Google Formulare: Ihre Stimme für die Unternehmensumfrage

>> Zoom: Sie haben ein Zoom-Meeting verpasst

>> Projekt-Benachrichtigung

>> Dropbox: Updates zu Ihrem Account

Die Betreffzeilen der "In-the-Wild"-E-Mails stellen tatsächliche E-Mails dar, die Benutzer erhalten und ihren IT-Abteilungen als verdächtig gemeldet haben. Es handelt sich nicht um simulierte Phishing-Test-E-Mails.

(KnowBe4: ra)

eingetragen: 23.04.22
Newsletterlauf: 27.05.22

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Meldungen: Statistiken

Hacker nutzen den Ukraine-Krieg aus

Im Februar war Check Point Research zum Zeugen geworden, wie Hacker den Ukraine-Krieg ausnutzten, um Menschen zum Herunterladen bösartiger Anhänge zu verleiten. Die im Februar am weitesten verbreitete Malware, Emotet, hat genau das getan, nämlich mit E-Mails, die bösartige Dateien und den Betreff "Recall" (Rückruf) enthalten: "Militärischer Konflikt Ukraine-Russland: Wohlergehen unseres ukrainischen Besatzungsmitglieds".

Angreifer reagieren schnell auf neue Angriffsmöglichkeiten

Fortinet hat den neuesten halbjährlichen "FortiGuard Labs Global Threat Landscape Report" veröffentlicht. Die Bedrohungsdaten aus der zweiten Hälfte des Jahres 2021 zeigen, dass die Automatisierung und die Geschwindigkeit der Angriffe zunehmen. Die Strategien der Cyberkriminalität sind weiter fortgeschritten, zerstörerischer und unvorhersehbarer. Darüber hinaus legen die Cyberangreifer einen Schwerpunkt auf die wachsende Angriffsfläche von hybriden Mitarbeitern und hybrider IT. Einen detaillierten Überblick über den Bericht sowie einige wichtige Erkenntnisse zeigt der Report.

DDoS-Angriffe und Kryptowährungsmarkt

DDoS-Angriffen haben im letzten Quartal 2021 ein trauriges Allzeithoch erreicht. Laut Kaspersky-Telemetrie ist die Gesamtzahl der DDoS-Angriffe im Vergleich zum dritten Quartal 2021 um 52 Prozent gestiegen. Das ist 4,5-mal höher als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Kaspersky-Experten sehen die Gründe unter anderem in der Verkaufssaison zu Weihnachten und der zunehmenden Beliebtheit von Kryptowährungen.

Finanzsektor am stärksten von Cyber-Bedrohungen betroffen

Im neuen Advanced Threat Research Report: January 2022 untersuchte Trellix das Verhalten und die Aktivitäten von Cyber-Kriminellen im dritten Quartal 2021. Die Studie stellt unter anderem fest, dass Hacker-Gruppen trotz des Bestrebens, Ransomware-Aktivitäten aus Online-Foren zu verbannen, alternative Personas verwenden, um den Einsatz von Ransomware in immer mehr Branchen zu verbreiten. Am häufigsten sind der Finanzsektor, Versorgungsunternehmen und Einzelhändler betroffen, auf die insgesamt fast 60 Prozent der entdeckten Ransomware-Angriffe entfallen.

Emotet: Totgesagte leben länger

Der aktuelle "G Data Bedrohungsreport" verzeichnet erstmals wieder eine starke Zunahme bei abgewehrten Angriffsversuchen auf Unternehmen und private Anwender. Vom dritten zum vierten Quartal 2021 stieg die Zahl der Angriffsversuche um 25 Prozent. Die Rückkehr von Emotet und große Sicherheitslücken in öffentlich zugänglichen Diensten sind nur die Spitze des Eisbergs.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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