- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

Sicherheitsvorkehrungen für Straßensensoren


Smart-City-Sicherheitslücke: Kaspersky Lab deckt Cyberschwachstellen bei Verkehrssensoren auf
Beeinträchtigung von Daten, die über Straßensensoren erfasst wurden

- Anzeigen -





In vielen Städten gehört der Dauerstau zum gewohnten Straßenbild. Zur besseren Steuerung des aktuellen Verkehrsaufkommens werden zunehmend an neuralgischen Punkten Kameras und in die Straßen eingelassene Sensoren angebracht. Allerdings sind solche Verkehrssensoren leicht manipulierbar, wie die Experten von Kaspersky Lab bei einem Feldversuch in Moskau im Rahmen der Initiative Securing Smart Cities herausgefunden haben.

Die effiziente Verkehrsinfrastruktur in modernen Großstädten gilt als eine der zentralen Herausforderungen zuständiger kommunaler Organisationen. Damit in Großstädten und Megacities auch zu Stoßzeiten die Räder noch rollen, erfassen Sensoren, Kameras und smarte Verkehrsleitsysteme Art und Anzahl der Fahrzeuge sowie deren Geschwindigkeit. Neben der Optimierung des Verkehrsflusses bieten Verkehrssensoren den Stadtplanern auch wertvolle Grundlagen für den weiteren Ausbau des städtischen Straßennetzes. Da diese Investitionen mit erheblichen Summen verbunden sind, können falsche Daten zu teuren Fehlentscheidungen führen. In Moskau haben die Experten von Kaspersky Lab jetzt die dort verwendeten Verkehrssensoren genauer unter die Lupe genommen und Sicherheitslücken feststellen müssen.

"Städte sind auf valide Daten über den Verkehrsfluss für dessen aktuelle Steuerung und die zukünftige Planung angewiesen", erklärt Denis Legezo, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab. "Wir haben herausgefunden, dass Verkehrssensoren viel zu leicht manipuliert werden können. Ein Problem, das sofort behoben werden muss, damit die Planung und Umsetzung zukünftiger städtischer Infrastrukturmaßnahmen nicht beeinträchtigt wird".

Sollten Kriminelle Zugang zur Verkehrsinfrastruktur einer Smart City
erlangen, könnten gemäß der Kaspersky-Studie folgende Problemen auftreten:
• >> Beeinträchtigung von Daten, die über Straßensensoren erfasst wurden
• >> Modifizieren, Verfälschen oder Löschen kritischer Daten
• >> Zerstörung von teurer Smart-City-Ausrüstung
• >> Sabotage der Arbeit der zuständigen Stadtbehörden

Laut der Kaspersky-Studie war zum Beispiel die Herstellerfirma der Sensoren leicht am Gehäuse ablesbar. Dieser Hinweis ermöglichte es den Experten von Kaspersky Lab Informationen des Herstellers zu Steuerungssoftware sowie die technische Dokumentation für die Sensoren online zu finden. Zur Übernahme der Steuerung hätte eine einfache Bluetooth-Verbindung genügt, da kein zuverlässiger Authentifizierungsprozess implementiert war und das Passwort per Brute-Force-Angriff knackbar war. Die technische Dokumentation des Herstellers lieferte außerdem genug Informationen, um die Geräte so zu manipulieren, dass in der Folge alle erfassten Daten zu Art und
Geschwindigkeit der Fahrzeuge verfälscht hätten werden können.

Sicherheitsvorkehrungen für Straßensensoren
Die Experten von Kaspersky Lab empfehlen zum Schutz vor Manipulationen der Straßensensoren,
• >> die Kennzeichnung der Hersteller von den Geräten zu entfernen,
• >> Standardname der Geräte abzuändern und die Media-Access-Control (MAC)-Adressen der Hersteller nach Möglichkeit zu verdecken,
• >> für die Bluetooth-Verbindung eine zweistufige Authentifizierung zu nutzen und starke Passwörter zu verwenden,
• >> sowie in Zusammenarbeit mit Sicherheitsexperten, die Geräte auf weitere Schwachstellen zu untersuchen.
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 20.04.16
Home & Newsletterlauf: 06.05.16


Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Hintergrund

  • Hacktivismus im Katalonien-Konflikt

    Nach einem Bericht von Digital Shadows hat die Threat Intelligence-Anbieterin seit 24. Oktober eine wachsende Anzahl an Angriffen und Social Media-Aktivitäten im Zusammenhang mit der OpCatalunya (OpCatalonia) Hacktivismus-Kampagne verzeichnet. OpCatalunya wurde Ende September 2017 von Mitgliedern des Anonymous-Kollektivs als Reaktion auf die anhaltenden politischen und sozialen Spannungen zwischen der autonomen Regionalregierung in Katalonien und der spanischen Regierung in Madrid gegründet.

  • "Bad Rabbit" zeigt Verwundbarkeit der Netze

    Erneut sieht sich vor allem Osteuropa einer neuen Ransomware-Attacke gegenüber. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit vergleichbaren Angriffen (WannaCry, NotPetya) mahnt die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY Unternehmen und Institutionen auf der ganzen Welt zur Vorsicht und empfiehlt, umgehend Datenverbindungen ins Ausland intensiv zu beobachten. Insbesondere bei NotPetya hatte sich gezeigt, dass der zunächst lokale Angriff andernfalls schnell zu einem internationalen Problem werden kann. Auch in Deutschland waren international operierende Unternehmen aufgrund der Verflechtung Ihrer Datennetze von mehrtägigen Produktionsausfällen betroffen. Dies gilt es nun von Anfang an zu verhindern.

  • Die zwei Gesichter des IoT

    Im IT-Bereich gibt es ein hohes Bedrohungspotential durch Hacker und Cyberkriminelle. Die Sicherheitsspezialisten von F5 Networks haben die aktuellen Gefahren für Unternehmen und mögliche Gegenmaßnahmen zusammengefasst. Im Cloud-Zeitalter reicht die Absicherung des Netzwerk-Perimeters nicht mehr aus. Eine wirksame Cloud-Architektur sorgt nicht nur für die notwendige Flexibilität, sondern auch über Web Application Firewalls (WAF) für stärkere Transparenz in Bezug auf den Netzwerk-Traffic. Dabei müssen Risiken über dynamische, zentrale, anpassungsfähige Zugangssteuerung sowie umfassende Multi-Cloud-Ansätze für alle Anwendungen unabhängig von ihrem Standort minimiert werden. Zudem schützen nur moderne DDoS-Lösungen vor gezielten Angriffen.

  • Das Ende der VPN-Netze wird eingeläutet

    Die europäischen Unternehmen modernisieren im Zuge der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse ihre Arbeitsplätze. Diese fünf Themen stehen dabei in der zweiten Jahreshälfte 2017 im Vordergrund: Security, Servicifizierung, Device-Vielfalt, die Abschaffung der VPN-Netze und die Einführung eines kontinuierlichen Software Asset Managements. Die Modernisierung der Arbeitsplätze in den europäischen Unternehmen ist in vollem Gange. Die Prioritäten bei der Umsetzung werden in vielen Unternehmen aber im zweiten Halbjahr 2017 etwas anders gesetzt als bislang.

  • Dramatischer Anstieg der Cyberkriminalität

    Seit 2013 haben sich die Technik und die Sicherheitslage in der Europäischen Union rasend schnell verändert. Digitale Technologien sind inzwischen fester Bestandteil unseres täglichen Lebens und das Rückgrat unserer Wirtschaft. Die durch das Internet der Dinge ausgelöste Revolution ist heute Alltagsrealität, und bis 2020 werden wohl Zigmilliarden Geräte online sein. Gleichzeitig gibt es immer mehr Cyberbedrohungen unterschiedlichster Art. Angesichts der jüngsten Ransomware-Attacken, des dramatischen Anstiegs der Cyberkriminalität, der immer stärkeren Nutzung von Cyberinstrumenten durch Staaten, die damit ihre geopolitischen Ziele erreichen wollen, und der immer vielfältigeren Cybersicherheitsvorfälle muss die EU in der Lage sein, besser auf Cyberattacken zu reagieren und eine wirksame - auch strafrechtliche - Abschreckungsstrategie verfolgen, um Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen in der EU besser zu schützen. Deshalb schlagen die Kommission und die Hohe Vertreterin - wie von Kommissionspräsident Juncker in seiner Rede zur Lage der Union am 13. September bereits angekündigt - heute vor, die Abwehrfähigkeit und Reaktion der EU bei Cyberattacken zu verbessern, indem die Agentur der Europäischen Union für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) gestärkt, ein EU-weiter Rahmen für die Cybersicherheitszertifizierung eingeführt, ein Konzeptentwurf für die Reaktion auf große Cybersicherheitsvorfälle und -krisen vorgestellt und ein Europäisches Forschungs- und Kompetenzzentrum für Cybersicherheit gegründet werden soll.