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Wie Hacker mit Zero-Day-Lücken Kasse machen


Hacker, die Zero-Day-Lücken aufspüren, können eine ganze Menge Geld verdienen
Dafür müssen sie nicht den Weg übers Darknet gehen



Dass Cybercrime ein lohnendes Geschäftsmodell ist, zeigen unter anderem die detaillierten Untersuchungen des "Trustwave Global Security Report 2016". Doch wie viel Geld können Hacker eigentlich mit bisher unbekannten Sicherheitslücken, sogenannten Zero-Day-Lücken, verdienen? Viel! Erst vor kurzem spürten die Experten des Trustwave-Spider-Labs-Teams im Darknet einen Hacker auf, der eine angeblich unbekannte Windows-Schwachstelle für knapp 100.000 US-Dollar anbot.

Ein russischer Hacker hat auf dem Online-Schwarzmarkt eine angebliche Windows-Sicherheitslücke angeboten, die Hunderte Millionen Nutzer betreffen soll. Die Schwachstelle soll in allen Windows-Versionen seit Windows 2000 enthalten sein und Angreifern einen uneingeschränkten Zugriff auf Windows-Rechner erlauben.

Der russische Hacker beschreibt die Sicherheitslücke, die in win32k.sys stecken soll, sehr detailliert und erklärt außerdem, was der Käufer für sein Geld enthält.

Das Einstiegsangebot des Hackers lag übrigens bei 95.000 US-Dollar, wurde dann aber auf 90.000 US-Dollar gesenkt.

Nach wie vor ist nicht geklärt, ob die vermeintliche Sicherheitslücke tatsächlich existiert. Microsoft ist das Angebot zwar bekannt, es ist aber nicht bekannt, ob Microsoft darauf reagiert hat.

Hacker, die Zero-Day-Lücken aufspüren, können auf jeden Fall eine ganze Menge Geld verdienen. Dafür müssen sie übrigens nicht den Weg übers Darknet gehen. Firmen wie Microsoft zahlen als Belohnung für eine Zero-Day-Lücke zwischen 50.000 und 100.000 US-Dollar.

Recherchen des Trustwave-SpiderLabs-Blogs zeigen, dass Unternehmen für Zero-Day-Lücken auch deutlich höhere Beträge als Microsoft zahlen. Das auf Zero-Day-Exploits spezialisierte Unternehmen Zerodium bietet zum Beispiel bis zu 500.000 US-Dollar für Zero-Day-Exploits.
(Trustwave: ra)

eingetragen: 19.06.16
Home & Newsletterlauf: 06.07.16


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