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Studie über mobile Ransomware


Signifikanter Anstieg weltweit: Angriffe mit mobiler Ransomware auf deutsche Nutzer steigen um Faktor fünf
Ob PC oder Android: Nach der Sperrung oder Verschlüsselung wird ein Lösegeld zur Freischaltung verlangt

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Digitale Erpresser attackieren zunehmend mobil, auch in Deutschland. So wurden 22,9 Prozent der in Deutschland zwischen April 2015 und März 2016 angegriffenen Android-Nutzer von Ransomware attackiert. Das entspricht einer Steigerung um das Fünffache im Vergleich zum selben Vorjahresuntersuchungszeitraum (4,5 Prozent zwischen April 2014 und März 2015). Diese Zahlen gehen unter anderem aus einer weltweiten Studie von Kaspersky Lab über die Entwicklung mobiler Ransomware zwischen April 2014 und März 2016 hervor.

Ob PC oder Android, Nutzer haben derzeit besonders stark mit Ransomware zu kämpfen: entweder mit Schadprogrammen (Malware), die den Zugang auf einem Opfergerät blockieren, indem der Bildschirm mit einem speziellen Fenster überblendet wird, oder mit Schädlingen, die wichtige Daten verschlüsseln. Eines haben beide gemeinsam: Nach der Sperrung oder Verschlüsselung wird ein Lösegeld zur Freischaltung verlangt.

"Digitale Erpressung hat sich als Erfolgsmodell in der Cybercrime-Szene etabliert", so Roman Unuchek, Mobile Security Experte bei Kaspersky Lab. "Auf Ransomware für den PC folgten Erpressungsprogramme für mobile Geräte, und anschließend werden wir Ransomware-Arten sehen, die es auf mit dem Internet verbundene Geräte wie Smart-Watches, Smart-TVs, aber auch auf Smart-Home-Systeme und Unterhaltungsanlagen im Auto absehen werden."

Die von Kaspersky Lab durchgeführte Studie über mobile Ransomware lieferte die folgenden Erkenntnisse:

• >> Weltweiter Anstieg: Die Anzahl der von mobiler Ransomware attackierten Nutzer stieg fast um das Vierfache – von insgesamt 35.413 attackierten Nutzern im Zeitraum 2014/2015 auf 136.532 Nutzer im Zeitraum 2015/2016. Den größten Anstieg verzeichnete Kaspersky Lab im ersten Quartal 2016.

• >> Deutsche Nutzer weltweit mit höchster Ransomware-Angriffsrate: Wenn deutsche Anwender mobil attackiert werden, dann weisen sie im weltweiten Vergleich die höchste Ransomware-Angriffsrate auf. So sollten 22,9 Prozent der im Zeitraum 2015/2016 mobil attackierten deutschen Anwender auch mobil erpresst werden. Es folgen Kanada (19,61 Prozent), Großbritannien (16,13 Prozent) und die USA (15,64 Prozent).

• >> Mobile Erpresser – die Top-Vier weltweit: Lediglich vier Malware-Familien waren für mehr als 90 Prozent der Attacken verantwortlich. Hierbei handeltes sich um die Schädlinge "Small", "Fusob", "Pletor" und "Svpeng".

• >> Fusob in Deutschland aktiv: In Deutschland ist der mobile Erpressungstrojaner "Trojan-Ransom.AndroidOS-Fusob" sehr aktiv. Die Ransomware wird hauptsächlich über Pornoseiten als angeblich benötigter Multimedia-Player auf ein mobiles Gerät gebracht, sammelt und verschlüsselt dort Daten und steht im Austausch mit den Angreifern, die dann das Gerät sperren können. Das geforderte Lösegeld beträgt zwischen 100 und 200 US-Dollar, bezahlbar mit iTunes-Gutscheincodes.

• >> Bildschirm-Sperrer in der Überzahl: Im Vergleich zum PC-Bereich gibt es im mobilen Sektor mehr Bildschirm sperrende Ransomware-Programme. Der Grund: Android-Nutzer können Bildschirmblocker nicht einfach mit Hilfe externer Hardware entfernen.

Kaspersky-Sicherheitstipps
• >>
Die Installation von Apps einschränken, die nicht aus den offiziellen App-Stores kommen
• >> Eine vertrauenswürdige Sicherheitssoftware erkennt Schädlinge und gefährliche Webseiten.
• >> Wird eine App aus einem nicht offiziellen Store installiert, sollten Nutzer auf die eingeforderten Rechte achten. Gerade in diesem Fall ist der Einsatz einer mobilen Sicherheitslösung unverzichtbar.
• >> Nutzer sollten sich über potenzielle Bedrohungen informieren. So minimiert sich das Risiko, unter anderem auf Social-Engineering-Attacken hereinzufallen.
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 06.07.16
Home & Newsletterlauf: 09.08.16


Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Studien

  • Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro

    Norton by Symantec veröffentlichte die neueste Auflage ihres jährlichen "Norton Cyber Security Insights Reports" (NCSIR). Der Bericht zeigt, dass sich noch immer viele Verbraucher im Netz zu sicher fühlen. Cyberkriminelle widerlegen dieses falsche Sicherheitsgefühl und haben im vergangenen Jahr mit ihren Aktivitäten in den 20 untersuchten Ländern insgesamt 172 Milliarden US-Dollar von 978 Millionen Verbrauchern gestohlen. Allein in Europa waren im untersuchten Zeitraum mehr als 98 Millionen Menschen von Cyberkriminalität betroffen, wobei ein Schaden von 27,4 Milliarden US-Dollar entstanden ist. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt manches europäischen Landes. Auch für Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend. So wurden im Untersuchungszeitraum über 23 Millionen Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Das entspricht mehr als einem Drittel der Erwachsenen, die online gehen (38 Prozent). Dabei entstand ein Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro. Jedes einzelne Opfer war zudem durchschnittlich 14,6 Stunden - also fast zwei volle Arbeitstage - damit beschäftigt, die Folgen der Cyberattacke zu beheben.

  • Hoffnung: Steigende Budgets für Sicherheit

    IT-Abteilungen stehen angesichts der immer ausgefeilteren Cyber-Attacken vor großen Herausforderungen. Der zweite Teil des Application Intelligence Report (AIR), eine Studie von A10 Networks, zeigt ein weiteres drängendes Problem: Die mangelnde Bereitschaft der Mitarbeiter, Vorsichtsmaßnahmen umzusetzen, beeinträchtigt die Abwehr von Bedrohungen maßgeblich und bietet so einen weiteren Grund zur Sorge. Der AIR-Report untersucht den Umgang mit Apps und die steigenden Sicherheitsauswirkungen für das private Umfeld, aber auch für Unternehmen und die IT-Abteilungen. Der erste Teil der Studie, der im Sommer 2017 vorgestellt wurde, hatte ergeben, dass sich die Grenzen zwischen beruflichen und privaten Leben durch die Nutzung von Apps zu Hause, im Büro und unterwegs immer weiter verschieben.

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    Die Analysen von ThreatMetrix haben nachgewiesen, dass 2017 ein Rekordjahr im Kampf gegen die Online-Kriminalität war. Wie der "ThreatMetrix Cybercrime Report 2017" rückblickend feststellt, hat sich die Zahl der digitalen Attacken in den letzten zwei Jahren um 100 Prozent erhöht. Dieses Ergebnis basiert auf der Auswertung von Cybercrime-Aktivitäten weltweit - hierfür wurden über das globale Netzwerk des Unternehmens rund 100 Millionen Transaktionen täglich analysiert. Die gute Nachricht: Unternehmen, die zum Schutz der Verbraucher in innovative, digitale Strategien investieren, konnten ebenfalls einen Rekord aufstellen, und zwar bei der Abwehr von den aus den großen Datendiebstählen resultierenden Downstream-Angriffen auf ihre Kunden.

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    Radware hat ihren "Global Application and Network Security Report 2017-2018" veröffentlicht. Nach diesem Bericht hat sich der Anteil der Unternehmen, die finanziell motivierte Cyber-Angriffe melden, in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Die Hälfte aller befragten Unternehmen erlebte im vergangenen Jahr einen Cyber-Angriff, der mit Lösegeldforderungen verbunden war. Da der Wert von Bitcoin und anderen Krypto-Währungen - oft die bevorzugte Zahlungsform unter Hackern - stetig steigt, bieten Ransom-Angriffe Hackern die Möglichkeit, Lösegelder gewinnbringend anzulegen und so zusätzliche Gewinne zu erzielen.

  • Das persönliche Passwort-Management ist schwierig

    Mit jedem neuen Account, den Anwender zur Nutzung von Online-Diensten einrichten, stellt sich erneut die Frage nach einem einzigartigen und starken Passwort. Doch wer kann sich so viele Passwörter merken? Jeder zweite Anwender in Deutschland greift laut einer Kaspersky-Studie zu unsicheren Methoden. Ein Viertel der in Deutschland befragten Nutzer gibt beispielsweise zu, sich Passwörter auf Papierzetteln zu notieren. Den meisten Anwendern in Deutschland ist die Bedeutung von sicheren, starken und damit komplexen Passwörtern für die Sicherheit ihrer Online-Konten durchaus bewusst. Die sichersten Passwörter werden vor allem dann genutzt, wenn es ums Geld geht: Online-Banking-Accounts stehen hier mit 66,5 Prozent an der Spitze, gefolgt von Accounts für Bezahlsysteme und E-Wallets (58,2 Prozent) sowie für Online-Einkäufe (44,2 Prozent).