- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Ransomware-Attacken überwiegend durch E-Mails


Unternehmen in Deutschland zahlen leichtfertig Lösegeld nach Ransomware-Angriffen
Studie: 37 Prozent der Firmen haben dieses Jahr bereits für die Entsperrung ihrer Daten bezahlt - 44 Prozent der Unternehmen benötigten für die Wiederherstellung der Daten länger als eine Woche

- Anzeigen -





Petya, WannaCry, Bad Rabbit – Angriffe mit Ransomware infizieren regelmäßig Millionen von Computern weltweit. 61 Prozent der Unternehmen in Deutschland wurden im Jahr 2017 bereits Opfer einer Ransomware-Attacke, bei der zumindest ein Teil der Firmen-Daten von der Erpressersoftware gesperrt wurde. 37 Prozent der betroffenen Unternehmen zahlten das geforderte Lösegeld (Ransom), um die Daten zu entsperren.

Das sind die Ergebnisse einer von Mimecast beauftragten Umfrage des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne unter 100 deutschen Konzernen und Mittelständlern mit mindestens 1.000 Mitarbeitern. Mimecast ist ein international führender Spezialist für E-Mail-Sicherheit, Continuity und Archivierung.

Organisationen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern werden häufiger mit Ransomware-Angriffen konfrontiert als kleinere Unternehmen. In 5 Prozent der Fälle wurden alle Daten verschlüsselt, in 18 Prozent der größte Teil und in 38 Prozent zumindest eine geringfügige Menge. Zwischen den Branchen Dienstleistungs-, Einzelhandels-, Logistik-, Finanz- und Produktionsunternehmen gibt es nur unwesentliche Unterschiede, inwieweit sie Ransomware-Attacken ausgesetzt sind. Am seltensten (50 Prozent der Unternehmen) ist die IT-Industrie betroffen. Insgesamt haben Ransomware-Angriffe in den vergangenen zwölf Monaten nach Angaben von 37 Prozent der Unternehmen zugenommen.

"Ransomware-Attacken erfolgen überwiegend durch E-Mails und infizierte Anhänge – irgendwann ist trotz der besten Abwehrmaßnahmen ein Angriff erfolgreich", erklärt Michael Heuer, Country Manager für Zentraleuropa (DACH) bei Mimecast. "Es ist deshalb notwendig, eine Cyber-Resilience-Strategie zu entwickeln, die Maßnahmen zur Abwehr von Cyber-Angriffen enthält und definiert, wie Unternehmen weiterarbeiten können, falls sie Opfer einer Cyber-Attacke werden." Im Durchschnitt gaben die Unternehmen an, es würde fünf Tage dauern, bis alle Daten wiederhergestellt würden. 44 Prozent der Firmen sagten, sie bräuchten mehr als eine Woche, um den ursprünglichen Stand zu erreichen.

Unternehmen sollen Lösegeld nicht zahlen
Wie sollen Unternehmen nach einem Ransomware-Angriff reagieren? 29 Prozent der Firmen, die eine Ransomware-Attacke verzeichneten, entschieden sich dafür, das Lösegeld zu zahlen. Sie hielten diese Maßnahme für einfacher und günstiger als die gesperrten Daten per Backup wiederherzustellen. Weitere 8 Prozent gaben an, sie würden über keine Backup- Lösung verfügen und hätten schnell wieder Zugriff auf ihre Daten benötigt. "Wir raten davon ab, das Lösegeld zu zahlen. Häufig sind die Daten trotzdem weg und das Geld dann ebenfalls. Nachahmer fühlen sich durch die Zahlung zudem motiviert, weitere Ransomware-Angriffe durchzuführen", erklärt Michael Heuer, Country Manager für Zentraleuropa (DACH) bei Mimecast.

Er empfiehlt Unternehmen stattdessen, betroffene Systeme umgehend zu isolieren und zu analysieren, wie und von wo der Angriff erfolgt ist, welche Daten betroffen sind und ob sie vollständig wiederhergestellt werden können. Immerhin 43 Prozent der befragten Unternehmen sagen, sie würden niemals Lösegeld für die Freigabe ihrer Daten entrichten.

Software, Backups, Mitarbeitersensibilisierung
E-Mails und Anhänge sind für Unternehmen besonders sensibel. "Mitarbeiter gilt es entsprechend zu schulen, dass sie Anhänge von ihnen unbekannten Absendern nicht öffnen. Unternehmen benötigen zudem Sicherheitslösungen, die eingehende E-Mails in Echtzeit scannen, alle aufgerufenen Links unmittelbar überprüfen und verhindern, dass verdächtige E-Mails an Mitarbeiter weitergeleitet werden. Anhänge sollten automatisch in einer Sandbox geöffnet oder in sichere Formate umgewandelt werden", rät Heuer.

Personaldaten, Geschäftszahlen, Informationen über Auftragseingänge und Kunden – zahlreiche Daten sind für Unternehmen zum Aufrechterhalten ihres täglichen Geschäftsbetriebs absolut notwendig. Diese Informationen befinden sich häufig in E-Mails oder Anhängen. "Diese wichtigen Daten für den täglichen Geschäftsverkehr müssen deshalb in einem Third-Party-Archive gesichert sein. So lassen sie sich schnell wiederherstellen", erklärt Heuer. "Mit verschlüsselten Backup- und Cloud-Lösungen lässt sich sicherstellen, dass Mitarbeiter trotz Server-Downtime auch per E-Mail weiterarbeiten können." Zudem sollten Unternehmen mit einem Continuity-Plan darauf vorbereitet sein, trotz Server-Downtime weiterhin E-Mails versenden und empfangen zu können, um so den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. (Mimecast: ra)

eingetragen: 07.01.18
Home & Newsletterlauf: 08.02.18


Mimecast: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

  • Blockchain als IoT-Sicherheits-Tool

    Gemalto zeigt auf, dass nur rund die Hälfte (48 Prozent) aller Unternehmen in der Lage sind , eine Sicherheitsverletzung bei einem ihrer IoT-Geräte zu erkennen. Dies geschieht trotz eines verstärkten Fokus auf IoT-Sicherheit: >> Ausgaben für Schutz sind gestiegen (von 11 Prozent des IoT-Budgets im Jahr 2017 auf jetzt 13 Prozent); >> Fast alle Befragten (90 Prozent) sind der Ansicht, dass dies für Kunden eine wichtige Rolle spielt; >> Im Vergleich zum Vorjahr (4 Prozent) betrachten heute fast dreimal so viele Organisationen IoT-Sicherheit als moralische Verantwortung (14 Prozent).

  • Strengere Durchsetzung der Regulierungen

    Commvault gab die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage bekannt, die beim Data Protection World Forum 2018 in London durchgeführt wurde. Die Befragung ergab spannende Ergebnisse: Vier von fünf (80Prozent)der befragten Datenschutz- und IT-Experten sind der Ansicht, dass die Einhaltung von strengen Datenmanagement-Bestimmungen(wie der DSGVO) für ihr Unternehmen von langfristigem Nutzen sein wird. Allerdings hat momentan nur einer von fünf (20Prozent)Befragten volles Vertrauen in die Einhaltung der Gesetze zur Verwaltung personenbezogener Daten in ihrem Unternehmen.

  • Wettbewerbsvorteil von Cybersecurity

    Die Mehrheit der Geschäftsführer und Vorstände in Deutschland erkennt nach wie vor nicht den Wettbewerbsvorteil, den eine funktionierende Cybersicherheit ihrem Unternehmen verschaffen kann. Viele sehen in den Security-Teams zudem vor allem einen Kostenfaktor, wie eine vom PAM-Spezialisten Thycotic in Auftrag gegebene Studie* nun offenbart. Nur 15 Prozent der befragten IT-Sicherheitsentscheider sind demnach der Meinung, dass die Geschäftsführung sich der Bedeutung von sicherem Datenhandling beim Erzielen von Wettbewerbsvorteilen bewusst ist. Und das, obwohl in 58 Prozent der befragten Unternehmen der CIO einen Platz in der Geschäftsführung oder im Vorstand innehat.

  • Bieten DevSecOps mehr Sicherheit?

    Veracodes Bericht zum "State of Software Security" (SoSS) enthält viele Anzeichen dafür, dass DevSecOps mehr Sicherheit und Effizienz für Unternehmen bieten. Dafür besteht in Europa allerdings noch einiges an Nachholbedarf, da die meisten untersuchten Unternehmen in europäischen Ländern bei der Behebung von Schwachstellen in ihrer Software recht schlecht abschnitten. In jeder Branche haben Unternehmen mit einem massiven Volumen an offenen Schwachstellen zu kämpfen. Neue Maßnahmen dagegen zeigen aber bereits erste positive Entwicklungen. Dem Bericht zufolge wurden 69 Prozent der entdeckten Mängel bereinigt, ein Anstieg von fast 12 Prozent gegenüber dem vorherigen Bericht. Dies zeigt, dass Unternehmen immer leistungsfähiger werden, neu entdeckte Schwachstellen zu schließen, die von Hackern ausgenutzt werden könnten.

  • Anstieg File-basierter Angriffe

    Bromium hat in ihren neuen "Threat Findings" aktuelle Malware-Trends analysiert. Das Ergebnis zeigt, dass Browser-basierte Attacken an Bedeutung verloren haben und File-basierte Angriffe klar dominieren. Bromium hat in ihren "Threat Findings" die im Jahr 2018 bei Kunden entdeckte Schadsoftware detailliert analysiert - und zwar diejenige, die von klassischen Sicherheitslösungen wie Antiviren-Software, Webfilter-Programmen oder Firewalls nicht erkannt wurde.